Dienstag, 19. Juni 2018

Great Talent: Begegnungen mit E. Leonskaja und G. Schulz, 16. Juni 2018, Kremsmünster

Einwirklich grandioser und wunderbarer Abend im Kaisersaal von Kremsmünster, der mit einer herrlich warmen Akustik gesegnet ist. Das Programm abwechslungsreich und interessant.
Ziyu He und Narek Hakhnazaryan begannen mit einem wunderschön und spannendem Duo von Ravel. Ausgezeichnet gespielt! Dann wunderschöne Lieder von Fauré mit Klavier- und Streiquintettbegleitung. Sophie Rennert bestach durch eine warmen Mezzo und klarer Stimme mit reinster Intonation. Eine echte Entdeckung!
Nach der Pause schöne Schubertlieder. Und dann ein frisches Forellenquintett.
Wir sind beglückt gegangen



KÜNSTLER:
Sophie Rennert
Mezzosopran
Emmanuel Tjeknavorian
Violine
Ziyu He
Violine, Viola
Gerhard Schulz
Viola
Narek Hakhnazaryan
Violoncello
Dominik Wagner
Kontrabass
Elisabeth Leonskaja
Klavier
PROGRAMM:
Maurice Ravel
Sonate C-Dur für Violine und Violoncello
Gabriel Fauré
La bonne chanson op. 61
Franz Schubert
Auf dem See D 543
Meeres Stille D 216
Auf dem Wasser zu singen D 774
Die Forelle D 550
Franz Schubert
Klavierquintett A-Dur D 667 "Forellenquintett"

Gasparone, 15. Juni 2018, Volksoper

Eine sehr unterhaltsame Inszenierung, meisten eigentlich Persiflage. Orchester seh gut, die Sänger meistens auch, bis auf Sebastian Geyer, der mir nicht so gefallen hat. Norbert Ernst wie immer eine echte Rampensau, Mara Mastalirrecht gut, Johanna Arrouas sehr gut.



Dirigent Andreas Schüller
Regie Olivier Tambosi
Bühnenbild Andreas Wilkens
Kostüme Carla Caminati
Choreographie Stephan Brauer
Carlotta Mara Mastalir
Baboleno Nasoni Gerhard Ernst
Sindulfo David Sitka
Der Fremde Sebastian Geyer
Luigi Christian Graf
Benozzo Marco Di Sapia
Sora Johanna Arrouas
Massaccio Wolfgang Gratschmaier
Petruccio Josef Luftensteiner
Benito Franz Suhrada
Calvazzi Daniel Ohlenschläger

Freitag, 15. Juni 2018

ORF Radio-Symphonieorchester Wien / Meister, 14. Juni 2018, Konzerthaus

Das Abschiedskonzert von Cornelius Meister als Chefdirigent des RSO Wien begann mit einer offiziellen Verabscheidung durch Matthias Naske und Alexander Wrabetz.
Das 20 minütige Stück von Beat Furrer war schön und interessant. Lange Bögen und Klangüberlagerungen.
Dann eine fulminanate 3. Mahler. Der Dirigent und das Orchster wollten zeigen, was in Ihnen steckt. Klangmassen und lyrische Stellen gelangen gleichermaßen. Die Länge machte uns nicht zu schaffen.
Alice Coote gefiel mir recht gut, sie brachte keine Stimmung auf, die Chöre wunderbar!



Interpreten
ORF Radio-Symphonieorchester Wien
Damen der Wiener Singakademie, Chor
Wiener Sängerknaben, Chor
Alice Coote, Mezzosopran
Cornelius Meister, Dirigent
Programm
Beat Furrer
Nero su Nero (UA)
Kompositionsauftrag des ORF Radio-Symphonieorchesters Wien, der Philharmonie Essen und der Philharmonie Luxembourg & Orchestre Philharmonique du Luxembourg
Gustav Mahler
Symphonie Nr. 3 d-moll für großes Orchester, Altsolo, Knabenchor und Frauenchor (1893-1896)

Dienstag, 12. Juni 2018

Der Freischütz, 11. Juni 2018, Staatsoper

Noch nie eine so fade Premiere gesehen. Das Regiekonzept hinkte von Anfang an, die Wolfsschlucht war - bis auf das Feuer - eigentlich nicht spannend inszeniert. Dazwischen lauter kleine Ärgernisse - Agathe als Matrone ohne Bewegungsregie, Ännchen als ? Mann ? die Agathe begattet?
Dirigiert war es auch recht fad, wirklich Stimmung kam nur bei den lyrischen Stellen von Agathe auf. Und wenn es am Pult hapert, geht es meistens auf der Bühne auch nicht recht weiter.
Der Chor war häufig unpräzise und gar nicht klangschön. Dabei war die Besetzung von der Papierform gar nicht schlecht, aber Gabriel Bermudez als Kilian war nicht präsent, dann Alan Held als Kaspar, obwohl wie ein Mefistofele geschminkt, war bar jeder Dämonie und Bosheit. Sängerisch auch eher mager. Albert Dohmen sang ordentlich in einem Kronleuchter stehend den Eremiten. Clemens Unterreiner einen schönen Cuno, Adrian Eröd sehr gut den Ottokar trotz des blöden Kostüms.
Die Damen sangen sehr schön, Daniella Fally herzig als Bübchen mit weißhaarigem Bubikopf?? Camilla Nylund als Matrone verkleidet?? brachte uns die schönsten Momente des Abends. Andreas Schager ein wahrhaft durchschlagkräftiger Tenor, schön singend, aber auch vom Dirigenten alleingelassen.


Auffallend war, dass alle Sänger außer Schager - obwohl Wagner und Strauss erfahren - nicht recht über die Rampe kamen!

So einen Buhsturm am Ende habe ich noch nie gehört. Er galt sowohl dem Dirigenten als vor allem dem Regieteam.

siehe auch:
Renate Wagner im Merker



Dirigent

Tomáš Netopil
Regie Christian Räth
Ausstattung Gary McCann
Licht Thomas Hase
Video Nina Dunn
Choreographie Vesna Orlic
Agathe Camilla Nylund
Ännchen Daniela Fally
Caspar Alan Held
Max Andreas Schager
Ein Eremit Albert Dohmen
Samiel Hans Peter Kammerer
Ottokar Adrian Eröd
Cuno Clemens Unterreiner
Kilian Gabriel Bermúdez

Montag, 11. Juni 2018

The Who and the What, 10. Juni 2018, Akademietheater

Ein intensiver Theaterabend mit Tiefgang. Die Themen Geschlechteridentität, Aufklärung im Islam, Generationenkonflikt und viele weitere werden teils ernst, teils sehr unterhaltsam aufgeworfen. Der versöhnliche Schluß ist nicht wirklich befriedigend, obwohl sehr gut gemacht.
Schauspielerisch bleiben keine Wünsche offen. Simonischek als grummelnder Alter und Aenne Schwarz spielen sich wunderbar die Bälle zu. Irina Sulaver und vor allem Philipp Hauß ergänzen ausgezeichnet.

siehe auch:
https://onlinemerker.com/wien-akademietheater-the-who-and-the-what/ 

Besetzung
am

Zarina: Aenne Schwarz
Mahwish: Irina Sulaver
Afzal: Peter Simonischek
Eli: Philipp Hauß

Freitag, 8. Juni 2018

Rigoletto, 7. Juni 2018, Staatsoper

Eine unerwartet ausgezeichnete Vorstellung. Offensichtlich hatte Marco Armiliato einen sehr guten Tag, daher spielte das Orchester wunderbar und er trug die Sänger auf Händen. Paolo Rumetz habe ich noch nie so gut gehört. Sein "Cortigiano" war unheimlich berührend. Aida Garifullina singt ganz rein und ohne Vibrato, allerdings ist die Stimme etwas scharf. Im 2. Akt war sie groß da.
Ivan Magri als Einspringer und Debütant sang nach einer Eingewöhnungsphase wirklich sehr schön. Seine Stimme gefällt mir, in der Höhe presst er ein wenig. Alexandru Moisiuc war ein dämonischer Monterone, er kann auch so böse schauen. Jongmin Park, der Einspringer für alles, ein wohltönender Sparafucile.


Dirigent

Marco Armiliato
Regie Pierre Audi
Ausstattung Christof Hetzer
Licht Bernd Purkrabek
Dramaturgie Bettina Auer
Herzog von Mantua Ivan Magrì
Rigoletto Paolo Rumetz
Gilda Aida Garifullina
Sparafucile Jongmin Park
Maddalena Elena Maximova
Giovanna Margaret Plummer
Il Conte di Monterone Alexandru Moisiuc
Marullo Orhan Yildiz
Borsa Pavel Kolgatin
Il Conte di Ceprano Marcus Pelz
La Contessa di Ceprano Lydia Rathkolb
Page Ileana Tonca

Montag, 28. Mai 2018

Die goldene Stunde, Roman Hauser, 27. Mai. 2018, Jesuitenkirche


Ein wunderbarer Abend, besonders die Trois Pièces op. 29 von Pierné und die Carillon (Glockenspiel) von Vierne waren wunderschön. Roman Hauser ist ein toller Organist!
Das alles in meiner Lieblingskirche bei Sonnenschein



Sonntag, 27. Mai 2018
Roman Hauser
 
Joseph Bonnet (1884-1944)
Variations de Concert op.1
 
Gabriel Pierné (1863-1937)
Trois Pièces op. 29
I. Prélude
II. Cantilène
III. Scherzando de Concert
 
Jehan Alain (1911-1940)
Choral Dorien JA 67
 
Louis Vierne (1870-1937)
Carillon de Westminster op. 54/6