Freitag, 29. Juni 2018

MusicAeterna / Richter / Boesch / Currentzis, 28. Juni 2018, Konzerthaus

Ein würdiger Abschluss der Konzertsaison.
Ein unglaublich fein dirigierender Teodor Currentzis, der die Feinheiten der Partitur auslotete. Das Orchester spielte unwahrscheinlich pianissimo, sowohl in der Begleitung der Sänger als auch in der 4.Mahler. Die Sänger wunderbar, Florian Bösch in gewohnter Qualität, von Rüpel bis zum weichsten und zärtlichsten Ausdruck. Anna Lucia Richter eine reine und klare Stimme, feinste Intonation und ein ephemerische Erscheinung!



Interpreten
MusicAeterna
Anna Lucia Richter, Sopran
Florian Boesch, Bassbariton
Teodor Currentzis, Dirigent
Programm
Gustav Mahler
Rheinlegendchen (Des Knaben Wunderhorn) (1893)
Lob des hohen Verstands (Des Knaben Wunderhorn) (1898)
Das irdische Leben (Des Knaben Wunderhorn) (1893)
Verlor'ne Müh' (Des Knaben Wunderhorn) (1892)
Wer hat dies Liedlein erdacht (Des Knaben Wunderhorn) (1892)
Des Antonius von Padua Fischpredigt (Des Knaben Wunderhorn) (1893)
Revelge (Des Knaben Wunderhorn) (1899)
Der Tamboursg'sell (Des Knaben Wunderhorn) (1901)
Wo die schönen Trompeten blasen (Des Knaben Wunderhorn) (1898)
Trost im Unglück (Des Knaben Wunderhorn) (1892)
Der Schildwache Nachtlied (Des Knaben Wunderhorn) (1892)
Lied des Verfolgten im Turm (Des Knaben Wunderhorn) (1898)
***
Symphonie Nr. 4 G-Dur für großes Orchester und Sopran-Solo (1899-1901)

Montag, 25. Juni 2018

Falstaff, 24. Juni 2018, Staatsoper

Ein rundum  gelungener Abend, animiertes Dirigat, manchmal ein wenig derb, aber sonst sehr gut. Besetzung ausgezeichnet, besonders die Männer (außer Jinxu Xiahou, der mir nicht so gut gefallen hat). Köstlich die beiden Diener Herwig Pecoraro und Ryan Speedo Green. Ambrogio Maestri ist einfach der beste Falstaff derzeit, Christopher Maltman sehr distinguiert und elegant.
Die Damen mit hellen Stimmen und ohne Vibrato. Monika Bohinec mit schöner Tiefen., Andrea Carroll glockenhell und herzig.

siehe auch
Kritik von Elena Habermann im Merker

Dirigent

James Conlon
Regie David McVicar
Bühnenbild Charles Edwards
Kostüme Gabrielle Dalton
Licht Paul Keogan
Bewegungsregie Leah Hausman
Falstaff Ambrogio Maestri
Ford Christopher Maltman
Fenton Jinxu Xiahou
Alice Ford Olga Bezsmertna
Mrs. Quickly Monika Bohinec
Meg Page Margaret Plummer
Nannetta Andrea Carroll
Dr. Cajus Benedikt Kobel
Bardolfo Herwig Pecoraro
Pistola Ryan Speedo Green


Donnerstag, 21. Juni 2018

Dienstag, 19. Juni 2018

Great Talent: Begegnungen mit E. Leonskaja und G. Schulz, 16. Juni 2018, Kremsmünster

Einwirklich grandioser und wunderbarer Abend im Kaisersaal von Kremsmünster, der mit einer herrlich warmen Akustik gesegnet ist. Das Programm abwechslungsreich und interessant.
Ziyu He und Narek Hakhnazaryan begannen mit einem wunderschön und spannendem Duo von Ravel. Ausgezeichnet gespielt! Dann wunderschöne Lieder von Fauré mit Klavier- und Streiquintettbegleitung. Sophie Rennert bestach durch eine warmen Mezzo und klarer Stimme mit reinster Intonation. Eine echte Entdeckung!
Nach der Pause schöne Schubertlieder. Und dann ein frisches Forellenquintett.
Wir sind beglückt gegangen



KÜNSTLER:
Sophie Rennert
Mezzosopran
Emmanuel Tjeknavorian
Violine
Ziyu He
Violine, Viola
Gerhard Schulz
Viola
Narek Hakhnazaryan
Violoncello
Dominik Wagner
Kontrabass
Elisabeth Leonskaja
Klavier
PROGRAMM:
Maurice Ravel
Sonate C-Dur für Violine und Violoncello
Gabriel Fauré
La bonne chanson op. 61
Franz Schubert
Auf dem See D 543
Meeres Stille D 216
Auf dem Wasser zu singen D 774
Die Forelle D 550
Franz Schubert
Klavierquintett A-Dur D 667 "Forellenquintett"

Gasparone, 15. Juni 2018, Volksoper

Eine sehr unterhaltsame Inszenierung, meisten eigentlich Persiflage. Orchester seh gut, die Sänger meistens auch, bis auf Sebastian Geyer, der mir nicht so gefallen hat. Norbert Ernst wie immer eine echte Rampensau, Mara Mastalirrecht gut, Johanna Arrouas sehr gut.



Dirigent Andreas Schüller
Regie Olivier Tambosi
Bühnenbild Andreas Wilkens
Kostüme Carla Caminati
Choreographie Stephan Brauer
Carlotta Mara Mastalir
Baboleno Nasoni Gerhard Ernst
Sindulfo David Sitka
Der Fremde Sebastian Geyer
Luigi Christian Graf
Benozzo Marco Di Sapia
Sora Johanna Arrouas
Massaccio Wolfgang Gratschmaier
Petruccio Josef Luftensteiner
Benito Franz Suhrada
Calvazzi Daniel Ohlenschläger

Freitag, 15. Juni 2018

ORF Radio-Symphonieorchester Wien / Meister, 14. Juni 2018, Konzerthaus

Das Abschiedskonzert von Cornelius Meister als Chefdirigent des RSO Wien begann mit einer offiziellen Verabscheidung durch Matthias Naske und Alexander Wrabetz.
Das 20 minütige Stück von Beat Furrer war schön und interessant. Lange Bögen und Klangüberlagerungen.
Dann eine fulminanate 3. Mahler. Der Dirigent und das Orchster wollten zeigen, was in Ihnen steckt. Klangmassen und lyrische Stellen gelangen gleichermaßen. Die Länge machte uns nicht zu schaffen.
Alice Coote gefiel mir recht gut, sie brachte keine Stimmung auf, die Chöre wunderbar!



Interpreten
ORF Radio-Symphonieorchester Wien
Damen der Wiener Singakademie, Chor
Wiener Sängerknaben, Chor
Alice Coote, Mezzosopran
Cornelius Meister, Dirigent
Programm
Beat Furrer
Nero su Nero (UA)
Kompositionsauftrag des ORF Radio-Symphonieorchesters Wien, der Philharmonie Essen und der Philharmonie Luxembourg & Orchestre Philharmonique du Luxembourg
Gustav Mahler
Symphonie Nr. 3 d-moll für großes Orchester, Altsolo, Knabenchor und Frauenchor (1893-1896)

Dienstag, 12. Juni 2018

Der Freischütz, 11. Juni 2018, Staatsoper

Noch nie eine so fade Premiere gesehen. Das Regiekonzept hinkte von Anfang an, die Wolfsschlucht war - bis auf das Feuer - eigentlich nicht spannend inszeniert. Dazwischen lauter kleine Ärgernisse - Agathe als Matrone ohne Bewegungsregie, Ännchen als ? Mann ? die Agathe begattet?
Dirigiert war es auch recht fad, wirklich Stimmung kam nur bei den lyrischen Stellen von Agathe auf. Und wenn es am Pult hapert, geht es meistens auf der Bühne auch nicht recht weiter.
Der Chor war häufig unpräzise und gar nicht klangschön. Dabei war die Besetzung von der Papierform gar nicht schlecht, aber Gabriel Bermudez als Kilian war nicht präsent, dann Alan Held als Kaspar, obwohl wie ein Mefistofele geschminkt, war bar jeder Dämonie und Bosheit. Sängerisch auch eher mager. Albert Dohmen sang ordentlich in einem Kronleuchter stehend den Eremiten. Clemens Unterreiner einen schönen Cuno, Adrian Eröd sehr gut den Ottokar trotz des blöden Kostüms.
Die Damen sangen sehr schön, Daniella Fally herzig als Bübchen mit weißhaarigem Bubikopf?? Camilla Nylund als Matrone verkleidet?? brachte uns die schönsten Momente des Abends. Andreas Schager ein wahrhaft durchschlagkräftiger Tenor, schön singend, aber auch vom Dirigenten alleingelassen.


Auffallend war, dass alle Sänger außer Schager - obwohl Wagner und Strauss erfahren - nicht recht über die Rampe kamen!

So einen Buhsturm am Ende habe ich noch nie gehört. Er galt sowohl dem Dirigenten als vor allem dem Regieteam.

siehe auch:
Renate Wagner im Merker



Dirigent

Tomáš Netopil
Regie Christian Räth
Ausstattung Gary McCann
Licht Thomas Hase
Video Nina Dunn
Choreographie Vesna Orlic
Agathe Camilla Nylund
Ännchen Daniela Fally
Caspar Alan Held
Max Andreas Schager
Ein Eremit Albert Dohmen
Samiel Hans Peter Kammerer
Ottokar Adrian Eröd
Cuno Clemens Unterreiner
Kilian Gabriel Bermúdez

Montag, 11. Juni 2018

The Who and the What, 10. Juni 2018, Akademietheater

Ein intensiver Theaterabend mit Tiefgang. Die Themen Geschlechteridentität, Aufklärung im Islam, Generationenkonflikt und viele weitere werden teils ernst, teils sehr unterhaltsam aufgeworfen. Der versöhnliche Schluß ist nicht wirklich befriedigend, obwohl sehr gut gemacht.
Schauspielerisch bleiben keine Wünsche offen. Simonischek als grummelnder Alter und Aenne Schwarz spielen sich wunderbar die Bälle zu. Irina Sulaver und vor allem Philipp Hauß ergänzen ausgezeichnet.

siehe auch:
https://onlinemerker.com/wien-akademietheater-the-who-and-the-what/ 

Besetzung
am

Zarina: Aenne Schwarz
Mahwish: Irina Sulaver
Afzal: Peter Simonischek
Eli: Philipp Hauß

Freitag, 8. Juni 2018

Rigoletto, 7. Juni 2018, Staatsoper

Eine unerwartet ausgezeichnete Vorstellung. Offensichtlich hatte Marco Armiliato einen sehr guten Tag, daher spielte das Orchester wunderbar und er trug die Sänger auf Händen. Paolo Rumetz habe ich noch nie so gut gehört. Sein "Cortigiano" war unheimlich berührend. Aida Garifullina singt ganz rein und ohne Vibrato, allerdings ist die Stimme etwas scharf. Im 2. Akt war sie groß da.
Ivan Magri als Einspringer und Debütant sang nach einer Eingewöhnungsphase wirklich sehr schön. Seine Stimme gefällt mir, in der Höhe presst er ein wenig. Alexandru Moisiuc war ein dämonischer Monterone, er kann auch so böse schauen. Jongmin Park, der Einspringer für alles, ein wohltönender Sparafucile.


Dirigent

Marco Armiliato
Regie Pierre Audi
Ausstattung Christof Hetzer
Licht Bernd Purkrabek
Dramaturgie Bettina Auer
Herzog von Mantua Ivan Magrì
Rigoletto Paolo Rumetz
Gilda Aida Garifullina
Sparafucile Jongmin Park
Maddalena Elena Maximova
Giovanna Margaret Plummer
Il Conte di Monterone Alexandru Moisiuc
Marullo Orhan Yildiz
Borsa Pavel Kolgatin
Il Conte di Ceprano Marcus Pelz
La Contessa di Ceprano Lydia Rathkolb
Page Ileana Tonca

Montag, 28. Mai 2018

Die goldene Stunde, Roman Hauser, 27. Mai. 2018, Jesuitenkirche


Ein wunderbarer Abend, besonders die Trois Pièces op. 29 von Pierné und die Carillon (Glockenspiel) von Vierne waren wunderschön. Roman Hauser ist ein toller Organist!
Das alles in meiner Lieblingskirche bei Sonnenschein



Sonntag, 27. Mai 2018
Roman Hauser
 
Joseph Bonnet (1884-1944)
Variations de Concert op.1
 
Gabriel Pierné (1863-1937)
Trois Pièces op. 29
I. Prélude
II. Cantilène
III. Scherzando de Concert
 
Jehan Alain (1911-1940)
Choral Dorien JA 67
 
Louis Vierne (1870-1937)
Carillon de Westminster op. 54/6

Wiener Philharmoniker/Eschenbach, 26. Mai 2018, Musikverein


Ein sehr angenehmer Rihm zur Einstimmung, dann eine sehr schöne 1. Bruckner und Eschenbach. Er hat besser dirigiert als erwartet und dirigierte ohne große Aufregung, Die Philharmoniker spielten grandios, Bruckner gehört halt zu ihrem Kernrepertoire



Christoph Eschenbach
Orchester Wiener Philharmoniker

Programm

Wolfgang Rihm
Spiegel und Fluss

Anton Bruckner
Symphonie Nr. 1 in c-Moll

Orchestra of the Age of Enlightenment / Paterson, 25. Mai 2018, Konzerthaus

Es war einer der lustigsten und entspanntesten Abend im Konzerthaus. Ich habe in der Pause nie ein fröhlicheres Publikum gesehen, alle hatten ein Lächeln auf den Lippen!
Der Film ist grandios, auch wenn er nicht vollständig erhalten ist, denn am Schluß fehlen ein paar Szenen. Gegen Ende werden ungeheure Masse aufgeboten: Schlachtszenen  und ein Gartenfest in Schönbrunn. Wunderbare Schauspieler und eine herrrliche Musik, ausgezeichnet dargeboten vom Orchestra of the Age of Enlightenment unter Geoffrey Paterson.


Interpreten
Orchestra of the Age of Enlightenment
Geoffrey Paterson, Dirigent
Programm
Film «Der Rosenkavalier» (Regie: Robert Wiene, A 1925)
Richard Strauss
Musik zu «Der Rosenkavalier» (Regie: Robert Wiene, Ö 1925) (Fassung für Salonorchester) (1909-1910/1925)

Der Rosenkavalier

Im Rahmen der Reihe «Film + Musik live» präsentiert das Orchestra of the Age of Enlightenment mit dem britischen Dirigenten Thomas Kemp Robert Wienes Filmadaption des «Rosenkavalier» – selbstverständlich mit der Musik von Strauss, und zwar in einer Fassung für kleines Kinoorchester. Der große Filmerfolg baut freilich auf jenem der Oper auf. Diese zählt seit ihrer Uraufführung 1911 zu den beliebtesten des 20. Jahrhunderts und ist durchaus von wienerischem Flair: Der berühmte «Rosenkavalier-Walzer» geht auf Josef Strauß’ «Dynamiden-Walzer» zurück, und auch die Handlung ist in Wien angesiedelt. Bühne frei und Film ab für «eine wienerische Maskerad’»!

Donnerstag, 24. Mai 2018

Klavierabend Elisabeth Leonskaja, 23. Mai 2018, Mozartsaal


Elisabeth Leonskaja ist eine introvertierte Pianistin und so spilet sie die drei letzten Sonaten mit feinstem Anschlag (diesmal fast fehlerfrei). Sehr lyrisch und nur im ersten Satz der op. 111 zupackend. Man ist in einen Sog von Stimmung gekommen. Sie zeigt auf, dass Beethoven schon fast ein Romantiker ist.
Berechtigter Riesenjubel und Gottseidank keine Zugabe!

Interpreten
Elisabeth Leonskaja, Klavier
Programm
Ludwig van Beethoven
Sonate E-Dur op. 109 (1820)
Sonate As-Dur op. 110 (1821)
Sonate c-moll op. 111 (1821-1822)

Dienstag, 22. Mai 2018

Samson und Dalila, 21. Mai 2018, Staatsoper

Und gleich wieder einwunderbarer Abend. Die Musik strömt wunderbar und geht wirklich ins Herz. Dazu zwei großartige Hauptdarsteller. Ein viriler Roberto Alagna, der alle Facetten der Rolle auskostet und ein sowohl ein echter Held, als qauch ein zwiespältig Liebender ist. Elīna Garanča singt mit klarer und reiner Stimme, ist immer bühnenpräsent. Carlos Álvarez mit samtweicher Stimme ist allerdings zu nett. Der Rest ausgezeichnet. Das ist das Schöne am Wiener Opernhaus, dass auch kleinste Rolle erstklassig besetzt sind. Die Inszenierung ist okay aber nicht mehr, da vor allem der zweite Akt komisch ist.

Dirigent

Marco Armiliato
Regie Alexandra Liedtke
Bühnenbild Raimund Orfeo Voigt
Kostüme Su Bühler
Choreographie Lukas Gaudernak
Licht Gerrit Jurda
Dalila Elīna Garanča
Samson Roberto Alagna
Oberpriester des Dagon Carlos Álvarez
Abimélech Sorin Coliban
ein alter Hebräer Dan Paul Dumitrescu
Kriegsbote der Philister Leonardo Navarro
erster Philister Jörg Schneider
zweiter Philister Marcus Pelz

Capriccio, 20. Mai 2018, Staatsoper

Ein wirklich rundum gelungener Abend. Michael Boder dirigierte das wunderbar aufspielende Orchester sanft und lies es klangschön aufspielen. Die Männer waren alle hervorragend, selbst Michael Schade hat mir ausgezeichnet gefallen. Adrian Eröd ein herrlich eifersüchtiger Olivier (er war auch am Tag danach in Samson und Dalila). Wolfgang Bankl ein großartiger Theaterdirektor, es ist schade, dass er nicht mehr grosse Rollen singen darf. Anna Gabler sang großteils besser als erwartt, aber hatte eine kleine Schwächephase am Beginn ihrer großen Schlußszene. Für diese Rolle braucht man halt eine wirkliche Primadonna! Angelika Kirschlager noch immer wunderbar. Ein grosses Lob auch an die Komparsen, alle rollendeckend. Herrlich das Männeroktett der Diener.
Dirigent
Michael Boder
Inszenierung Marco Arturo Marelli
Bühnenbild und Licht Marco Arturo Marelli
Kostüme Dagmar Niefind
Choreographie Lukas Gaudernak
Die Gräfin Anna Gabler
Der Graf,ihr Bruder Frank Morten Larssen
Flamand,ein Musiker Michael Schade
Olivier,ein Dichter Adrian Eröd
La Roche,ein Theaterdirektor Wolfgang Bankl
Die Schauspielerin Clairon Angelika Kirchschlager

Mittwoch, 16. Mai 2018

G.F. Händel: Messiah, 15. Mai 2018, Jesuitenkirche

Die Jesuitenkirche ist ein idealer Ort um Oratorien und Messen aufzuführen. Das stimmt die Akustik (jedenfalls auf meinem Platz) und die Umgebung. Es war ein ungemein stimmungsvoller Abend. Die 2 Stunden vergingen wie im Flug. Das Oratorium wurde leicht gelürzt um es auf 2 Stunden zu bringen (Pause geht nicht wegen mangelnderToiletteanlagen).
Andreas Pixner dirigiert sehr stark und hat den Chor wirklich gut vorbereitet. Präzises Singen und viel Emotion kommen herüber. Der Sopran ist derzeit wirklich ausgezeichnet (was nicht immer so war) und selbstverständlich auch der Rest. Für einen Amateurchor ist das einen Mammutaufgabe solche Mengen neben dem "normalen" Programm auch noch einzustudieren, Der Chor bekam auch verdienterweise noch einen Extraapplaus!
Die Solisten waren allesamt ausgezeichnet. Cornelia Horak mit fast keiner Schärfe (das kann sie manchmal), Martina Steffl mit ihrem schönen Alt, Gernot Heinrich klar und sehr schön (seine erate Arie war wundervoll) und Klemens Sander mit weichem besonders angenehmem Bass.
Ein großes Lob an alle!



Mitwirkende:
Cornelia Horak, Sopran
Martina Steffl, Alt
Gernot Heinrich, Tenor
Klemens Sander, Bass
Chorvereinigung St. Augustin und Orchester
Dirigent: Andreas Pixner

Dienstag, 15. Mai 2018

Artemis Quartett / Leonskaja, 14. Mai 2018, Mozartsaal

Schostakowitsch ist meins, Dvorak nicht ganz so. Bei dem ist mir manchmal etwas fad. Aber gestern war es besser. Alles war wunderbar gespielt, so natürlich und eigentlich heimelig, aber trotzdem wunderbar intensiv. Elisabeth Leonskaja verstärkte das Quartett und fügte sich aufs harmonischte ein.
Die Schostakowitsch Stücke brillant und erfrischend, nicht zu hart, sondern melodisch. Der Dvorak ein romantisches Klangbad, aber dabei ganz luftig.

Interpreten
Artemis Quartett
Vineta Sareika, Violine
Anthea Kreston, Violine
Gregor Sigl, Viola
Eckart Runge, Violoncello
Elisabeth Leonskaja, Klavier
Programm
Dmitri Schostakowitsch
Streichquartett Nr. 5 B-Dur op. 92 (1952)
Antonín Dvořák
Klavierquintett A-Dur op. 81 (1887)
***
Dmitri Schostakowitsch
Klavierquintett g-moll op. 57 (1940)

Dienstag, 8. Mai 2018

All About Eve, 7. Mai 2018, Kammerspiele


Ein ausgezeichneter Abend, ein sehr gutes Stück für großartige Schauspieler. Sandra Cervik und Joseph Lorenz beherrschen die Bühne. Wie die kleine Eve von Martina Ebm sich vom Trutscherl zum Star wandelt kam gut hinüber. Alle Nebenrollen erstklassig besetzt.


siehe auch:
Kritik von Renate Wagner/Merker

Regie Herbert Föttinger
Bühnenbild Walter Vogelweider
Kostüme Birgit Hutter
Musik Mario Pecoraro
Dramaturgie Leonie Seibold
Licht Emmerich Steigberger
Klavier Belush Korenyi
Addison DeWitt, Kritiker Joseph Lorenz
Margo Channing, Schauspielerin Sandra Cervik
Birdie, Garderobiere Susa Meyer
Lloyd Richards, Theaterautor Alexander Pschill
Eve Harrington Martina Ebm
Karen Richards Martina Stilp
Bill Sampson, Regisseur Raphael von Bargen
Claudia Caswell, Schauspielerin Gioia Osthoff
Max Fabian, Produzent Fritz Egger
Phoebe Swintha Gersthofer
Und
Manuel Waitz, Denise Neckam, Sandra Schuller, Georg Drahosch, Robert Pichler, Christian Sappl

Montag, 7. Mai 2018

Die goldene Stunde - Roman Hauser, 6. Mai 2018, Jesuitenkirche

Roman Hauser spielte wunderbare französische Orgelmeister. Grandios in der sonnendurchfluteten Kirche. EIn frühabendlicher Genuß!

Roman Hauser
CD-Präsentation
 
Voilà! Ça y est!
 
Symphonische Orgelmusik in der Wiener Jesuitenkirche
 
Dieses erste Klangportrait der Orgel in der Wiener Jesuitenkirche bringt einen Streifzug durch die französische Orgel‐Symphonik zu Gehör.
 
Die Orgel in der Wiener Jesuitenkirche ist eine stilgetreue Neuschöpfung im Geiste Cavaillé‐Colls und als solche in Österreich einzigartig; Inspiriert vom Instrument in Saint‐François‐de‐Sales in Lyon (1880, III/P/45), das u.a. stilbildend auf die Musikerfamilie Widor wirkte, bietet sie sämtliche klanglichen Finessen, deren die authentische Interpretation französischer Orgel‐Symphonik bedarf.
 
Roman Hauser, Hauptorganist des Hauses, spielt eine Auswahl aus dem Programm der vorliegenden CD. Danach findet ein Künstlergespräch unter der Moderation von Peter Frisée (Orgel City Vienna - radio klassik Stephansdom) statt.
 
Danach sind Sie herzlich zu Wein und Brot in den Garten der Jesuiten eingeladen

Gemischter Satz, 5. Mai 2018, Konzerthaus

Ein Abend mit sehr unterschiedlichem Programm, aber immer begeisternd.
Die erste Kombination - Damensextett mit Wienerliedern war als Kombination die Beste!
Die Damen aus Leipzig sangen Schwierigstes ganz natürlich, dazu die Wienerlieder
Dann ein Klavierquartett gegen Techno - nicht ganz so das meine
Zum Schluß wunderbarer Boesch mit Franui und wieder der großartige Olafsson. Das Alphorntrio war ein wenig überflüssig!










Gemischter Satz: Auftakt, 4. Mai 2018, Mozartsaal



 An diesem Abend hat mich wieder Florian Boesch und vor allem Vikingur Olafsson begeistert. Insgesamt war der Abend runder als der Erste, sehr unterhaltsam das Mundharmonikaquartett.
Mira Lu Kovacs war sehr gut, aber ihre Musik ist nicht so die Meine. Dörte Lyssewski liest immer ausgezeichnet.



















Freitag, 4. Mai 2018

Gemischter Satz: Vorspiel, 3. Mai 2018, Mozartsaal

Ein ausgezeichneter Abend mit manchen Längen! Die Blockflötenstücke waren etwas zu lang, auch das Quartett eines moderen japanischen Komponisten. Aber die sontigen Stücke großartig!
Vor allem Florian Bösch mit den Liedern eines fahrenden Gesellen!

Interpreten
Dorothee Oberlinger, Blockflöte
Florian Boesch, Bassbariton
Musicbanda Franui
Fauré Quartett
Dörte Lyssewski, Lesung
Víkingur Ólafsson, Klavier
Die Strottern & Blech
Willi Resetarits, Gesang, Mundharmonika, Ukulele
Ernst Molden, Gesang, Gitarre
Walther Soyka, Wiener Knopfharmonika, Gesang
Hannes Wirth, Gitarre, Gesang
Steinbrener / Dempf & Huber, Bühnenraumkunst
Programm
19:00 Uhr, 1. Teil
Fauré Quartett / Dorothee Oberlinger / Dörte Lyssewski
Dauer ca. 40 Minuten
20:10 Uhr, 2. Teil
Musicbanda Franui / Florian Boesch / Dorothee Oberlinger / Vikingur Olafsson / Dörte Lyssewski
Dauer ca. 40 Minuten
21:20 Uhr, 3. Teil
Dorothee Oberlinger / Dörte Lyssewski / Die Strottern & Blech & Molden / Resetarits / Soyka / Wirth
Dauer ca. 40 Minuten

Donnerstag, 19. April 2018

MusicAeterna / Melnikov / Curren, 18. April 2018, Konzerthaus



Der Abend begann mit einem schönen Beethoven Klavierkonzert, Alexander Melnikov spielte auf einem Hammerflägel, der sehr schön klang. Ausgezeichnet!
Dann ein langer Umbau um dann fünf Minuten eine gehetzte Figaro-Ouvertüre zu spielen!
Nach der Pause die 7. Beethoven. Gehetzt, laut (vor allem die Pauken zu laut) und gar nicht tänzerisch, wie im Programm erklärt! Eigentlich ein Ärgernis!


Interpreten
MusicAeterna
Alexander Melnikov, Klavier
Teodor Currentzis, Dirigent
Programm
Wolfgang Amadeus Mozart
Ouverture zu «Le nozze di Figaro» K 492 (1785-1786)
Ludwig van Beethoven
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 c-moll op. 37 (1800-1802)
***
Symphonie Nr. 7 A-Dur op. 92 (1811-1812)

Montag, 16. April 2018

Götterdämmerung, 15. April 2018, Staatsoper

Photo:Wiener Staatsoper / Michael Poehn
Die Oper hätte gestern gar nicht enden dürfen, so gefangen war ich!
Es war der Abend des Adam Fischer. Vom ersten Moment an nahm er uns mit auf die Reise von Nornen zum Weltenbrand. Der Abend kam mir kurz vor, wie noch nie. Selbst die Nornenszene war rasend schnell vorbei.
Die Inszenierung gefällt mir sehr gut, vor allem, wenn so intensiv gespielt wird und auch die kleinen Details herauskommen. (z.B. Siegfried testet das Sofa der Gibichungen und nickt anerkennend).
DIe Sängerriege war im Prinzip Weltklasse. Alle Einschränkungen sind in diesem Licht zu sehen. Höchst erfreulich war das Einspringen von Albert Pesendorfer, der sein eigentliches Staatsoperndebüt gab (bisher 2 kleine Rollen 1998). Ein sehr großer beeindruckender Sänger, der die Bühne beherrscht. Seine Wacht am Rhein war wunderbar! Stephen Gould hat die Rolle des Siegfried im kleinen Finger und wieder Kraft ohne Ende. Er singt ohne Schonung den ganzen Abend und sein Abschied war dann berührend. Iréne Theorin ein bestimmende Brünnhilde, immer stark präsent. Leider hat sie immer wieder ein stärkeres Vibrato, aber es störte mich gestern fast nicht. Ihr Abschied ein Genuß.
Tomasz Konieczny sang nach den Wotans nun auch den Gunter. Er spielte einen großen Herrscher, der in seinen Wünschen und seinem Begehren gefangen ist und daher untergeht. Endlich mal klein schwächlicher Gunter. Daher ist auch das Racheterzett am Ende des ersten Aktes ein Ereignis, da lauter starke und große Persönlichkeiten aufeinandertreffen. Ähnliches gilt auh für die ausgezeichnete Anna Gabler als Gutrune. Leider fiel die Waltraute ein wenig ab, hilflos in ihren Bewegungen und auch schwächer im Gesang (aber immer noch sehr gut). Die Nornen und Rheintöchter ausgezeichnet!


Als Fazit des Ringes: Adam Fischer, großartige Sänger und vor allem so toll und berührend gespielt. Es waren alle auch echte Schauspieler!






Dirigent Adam Fischer
Regie Sven-Eric Bechtolf
Bühne Rolf Glittenberg
Kostüme Marianne Glittenberg
 
SiegfriedStephen Gould
HagenAlbert Pesendorfer
BrünnhildeIréne Theorin
GuntherTomasz Konieczny
AlberichMartin Winkler
GutruneAnna Gabler
WaltrauteNora Gubisch
Erste NornMonika Bohinec
Zweite NornStephanie Houtzeel
Dritte NornCaroline Wenborne
WoglindeIleana Tonca
WellgundeStephanie Houtzeel
FlosshildeBongiwe Nakani

Ariane et Barbe-Bleue, 13. April 2018, Oper Graz

Es war wirklich einen Ausflug nach Graz wert. Spannende Handlung, sehr symbolistisch verbrämt, daher erschloss sie sich erst im nachhinein ein wenig. Da hilft es, da Programmheft schonvorher zu lesen. Eine interessante und spannende Inszenierung. Ein schiefe runde Platte auf der sich alles abspielte. Intensives Spiel aller Akteure.
Die Rolle der Ariane ist riesig und Manuela Uhl zeigte keinerlei Schwächen und eine interessante Stimme. Iris Vermillion beeindruckte mich wieder, präsent und mit starkem schönem Alt. Das Orchester unter Marius Burkert sehr schön und immer spannend.










Musikalische Leitung Marius Burkert
Inszenierung Nadja Loschky
Ausstattung Katrin Lea Tag
Licht Hubert Schwaiger
Dramaturgie Yvonne GebauerMarlene Hahn
Chor und Extrachor Bernhard Schneider

Ariane Manuela Uhl
Die Amme Iris Vermillion
Barbe-Bleue Wilfried Zelinka
Sélysette Andrea Purtić
Bellangère Yuan Zhang
Ygraine Sonja Šarić
Mélisande Aleksandra Todorović
Ein alter Bauer István Szecsi
Zweiter Bauer  Christian Scherler

Donnerstag, 12. April 2018

Siegfried, 11. April 2018, Staatsoper

Es geht mit dem Ring hervorragend weiter! Jetzt ist schon Brünnhilde erwacht.
Als erstes möchte ich Adam Fischer hervorheben, der uns wieder wunderbare Abende schenkt. Stephen Gould in Hochform, man merkte in einem kurzen Moment im dritten Akt, dass die Zeit nicht spurlos an ihm vorübergeht.  Tomasz Konieczny und Herwig Pecoraro weiterhin großartig! Die kleineren Rollen ausgezeichnet. Iréne Theorin flackert mal mehr und mal weniger, das trübte ein wenig ihre ausgezeichnete Leistung.


Diese Aufführung war auch schauspielerisch ungeheuer gut. Ich habe mir gedacht, dass sie mehr Proben (normalerweise keine) hatten. Es sind ja doch einige Veteranen dabei, vor allem Stephen Gould und Herwig Pecoraro!
Von den Stehsängern von früheren Zeiten war keine Spur zu sehen!
Es waren ungeheur viele lustige und nette Details, die den Abend auch so vergnüglich machten!
siehe auch:
https://onlinemerker.com/wien-staatsoper-siegfried-6/







Dirigent Adam Fischer
Regie Sven-Eric Bechtolf
Bühne Rolf Glittenberg
Kostüme Marianne Glittenberg
Video fettFilm (Momme Hinrichs und Torge Möller)
 
SiegfriedStephen Gould
BrünnhildeIréne Theorin
Der WandererTomasz Konieczny
AlberichMartin Winkler
MimeHerwig Pecoraro
FafnerJongmin Park
Stimme des WaldvogelsHila Fahima
ErdaMonika Bohinec

Mittwoch, 11. April 2018

Elīna Garanča - Malcolm Martineau, 10. April 2018, Musikverein

Die Stimme von Elina Garanca ist merklich gereift und hat sich von dem jugendlichen Timbre wegentwickelt, ich denke sie könnte schon bald Wagner singen.
Sie sang wunderschön - Weltklasse!
Zu Beginn kleine Verfärbungen in der Tiefe und ein paar unpräzise Spitzentöne, das gab sich nach etwa 20 Minuten.
Die Schumann Lieder liegen ihr nicht so wie Wagner und Mahler. Nach der Pause lief sie wirklich zu Hochform auf!
Dann sehr schöne und unterhaltsame Zugaben


Interpreten
Elīna Garanča Mezzosopran
Malcolm Martineau Klavier



Programm


Robert Schumann 
Widmung, op. 25/1
Der Nußbaum, op. 25/3                                               
Jemand, op. 25/4                                                
Lied der Braut I                                                
Lied der Braut II
                                              
Frauenliebe und Leben, op. 42                                                


— Pause —            
                                   
Richard Wagner 
Fünf Lieder nach Gedichten von Mathilde Wesendonck, WWV 91                                                


Gustav Mahler 
Rückert-Lieder

Dienstag, 10. April 2018

Tonhalle-Orchester Zürich / Levit / Bringuier, 9. April 2018, Konzerthaus

Ein sehr intensiver Brahms, wobei das vor allem von dem ausgezeichneten Pianisten Igor Levit ausgegangen ist. Einfühlsam und ungeheuer sicher, ohne dabei "viruos" zu klingen spielte er das 1. Brahmskonzert. Eher lyrisch und in sich gekehrt, denn eruptiv und aufbrausend, feinster Anschlag!
Nach der Pause eine eher fade Symphonie fantastique, vor allem die Bläser schwächelten, mehr noch als im ersten Teil. Auch wieder einmal "Je fuchtel, desto schlecht". Der Dirigent Lionel Bringuier schlug alles zusammen, man konnte ihm nicht einmal zuschauen, er hat doppelt so schnell geschlagen wie üblich und das mit Riesenbewegungen!




Interpreten
Tonhalle-Orchester Zürich
Igor Levit, Klavier
Lionel Bringuier, Dirigent
Programm
Johannes Brahms
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 d-moll op. 15 (1854-1859/1875)
***
Hector Berlioz
Symphonie fantastique. Episode de la vie d'un artiste op. 14 (1830)

Montag, 9. April 2018

Die Walküre, 8. April 2018, Staatsoper


Ein Dirigent, der uns ab dem ersten Moment spannend unterhält. Schon das Vorspiel nahm uns gefangen und er hielt das bis zum Schluß aufrecht, selbst Generalpausen waren Teil der Ganzen und keine Unterbrechungen. Sängerisch auch großartig, aber teilweise merkte man den Sängern schon das Alter an. Christopher Ventris mit klarer Stimme, Simone Schneider sehr präsent und mit großer Stimme. Jongmin Park mit Anfang dreissig noch sehr jung, aber kraftvoll und spannend.
Tomasz Konieczny genial (dürfte im dritten Akt etwas indisponiert gewesen sein, leichte Schonung, was sich aber nur in einem verhauten letzte Ton manifstierte. Ich hoffe, er hält durch! Michaela Schuster eine intensive Fricka! Iréne Theorin ausgezeichnet!










Dirigent              Adam Fischer
Regie                  Sven-Eric Bechtolf
Bühne                Rolf Glittenberg
Kostüme            Marianne Glittenberg



Siegmund          Christopher Ventris (1960) Hunding             Jongmin Park
Wotan                Tomasz Konieczny
Sieglinde            Simone Schneider (1972)
Brünnhilde        Iréne Theorin (1963)
Fricka                 Michaela Schuster
Helmwige          Donna Ellen
Gerhilde            Caroline Wenborne
Ortlinde             Anna Gabler
Waltraute         Stephanie Houtzeel
Siegrune           Ulrike Helzel
Grimgerde        Zsuzsanna Szabó
Schwertleite     Bongiwe Nakani
Roßweiße         Miriam Albano