Ein wunderbares Konzert von Frank Martin, auch grandios gegeigt von Zimmermann. Besonders gut hat mir der 2. Satz gefallen, ernst und ein wenig traurig.
Ein echtes Akazistückerl dann die Zugabe der Erlkönig für Violine Solo!! Herrlich!
Der Tschaikowsky war dann schön, aber ein bisserl fad!
Trevino fuchtelt mir zuviel!
Zitat Dobner, die Presse 13. April 26:
Sein Hauptaugenmerk lenkte Zimmermann auf Frank Martins bisher erst ein einziges Mal im Wiener Konzerthaus aufgeführtes Violinkonzert.
Ein dreisätziges Opus, das impressionistischen Reiz souverän mit ausgeklügelter Dodekaphonie verknüpft. Entstanden ist es in zeitlicher Nähe zu Martins Opernvertonung von Shakespeares „Sturm“ und seinen – ebenfalls dieser geheimnisvollen Aura verpflichteten – „Fünf Gesängen des Ariel“.
Der auch hier mit höchster gedankenvoller Brillanz aufwartende Solist machte das unmissverständlich deutlich. Schade, dass das mitunter plump agierende Orchester sich davon nur wenig inspirieren ließ. Aber auch bei Tschaikowskys „Fünfter“ setzte der Dirigent, Robert Treviño, vornehmlich auf knalligen Effekt. Dazu gesellte sich mitunter auch noch triefendes Pathos. Dabei hat diese grandiose e-Moll-Symphonie beides nicht nötig.
Wiener Symphoniker
Frank Peter Zimmermann
Violine
Robert
Trevino
Dirigent
Barbara
Rett
Moderation
Programm
Frank Martin
Konzert für Violine und Orchester (1951)
Zugabe:
Schubert - Erlkönig
Pause
Peter Iljitsch Tschaikowsky
Symphonie Nr. 5 e-moll op. 64 (1888)
