Samstag, 12. September 2020

Elektra, 11. September 2020, Staatsoper

Ein wahrhaft sehr schöner und gelungener Abend. Erstaunlich, um wieviel einprägsamer eine sehr gute Inszenierung ist im Vergleich zu einer mittemäßigen. Die Erzählung passte plötzlich und vieles war verständlich. Dadurch wurde auch die Aufmerksamkeit auf andere Dinge gelenkt.

 Am besten hat mit das Dirigat und Orchester gefallen. Welser-Möst kann hat sinen Strauss wirklich und die Musiker lieben ihn. Von den drei großen Damen war Doris Soffel mit ihren 72 Jahren noch unglaublich. Herrscherlich, klagend, zweifelnd der verzweifelnd - es war alles da. Camilla Nylund sher einprägsam und in guter Kotrast zu Ricarda Merbeth, die ein bisschen zu lyrisch war, manchmal fehlte die volle Attacke.

Erfreulich, dass Michael Laurenz weiter im Ensemble ist. Auffallend die fünfte Magd Vera-Lotte Boecker. Die Ensembles ausgezeichnet


siehe auch

Dominik Troger (11.Sept. 20)

Renate Wagner (8. Sept.20)


Musikalische Leitung  Franz Welser-Möst
Inszenierung  Harry Kupfer
Szenische Einstudierung  Angela Brandt
Bühne  Hans Schavernoch
Kostüme  Reinhard Heinrich
Klytämnestra  Doris Soffel
Elektra  Ricarda Merbeth
Chrysothemis  Camilla Nylund
Aegisth  Jörg Schneider
Orest  Derek Welton
Der Pfleger des Orest  Marcus Pelz
Die Vertraute  Anna Nekhames
Die Schleppträgerin  Stephanie Maitland
Ein junger Diener  Michael Laurenz
Ein alter Diener  Dan Paul Dumitrescu
Die Aufseherin  Donna Ellen
Erste Magd  Monika Bohinec
Zweite Magd  Noa Beinart
Dritte Magd  Margaret Plummer
Vierte Magd  Regine Hangler
Fünfte Magd  Vera-Lotte Boecker
Erste Dienerin  María Isabel Segarra
Zweite Dienerin  Jung Won Han
Dritte Dienerin  Jozefína Monarcha
Vierte Dienerin  Dymfna Meijts
Fünfte Dienerin  Karen Schubert
Sechste Dienerin  Zsuzsanna Szabó

Dienstag, 8. September 2020

Wiener Symphoniker / Buchbinder / Harding, 7. September 2020, Konzerthaus

Es war ein zweigeteiltes Konzert. Einen faden Schumann-Klavierkonzert folgte ein spannender und interessanter Strauss. Buchbinder spielte sehr schön und warmherzig.(er hörte sich auch den Zarathustra an) Das Orchster spielte sehr schön, aber das was der Dirigent wollte. Das war leider nicht das wahre, vor allem die Übergänge hatschten.

Nach der Pause ungemein spannend und kurzweilig. Kaum begonnen schon wieder aus. Ein großes Lob der Konzertmeisterin Sophie Heinrich!



INTERPRETEN

Wiener Symphoniker

Rudolf BuchbinderKlavier

Daniel HardingDirigent

PROGRAMM

Robert Schumann

Konzert für Klavier und Orchester a-moll op. 54 (1841–1845)

***

Richard Strauss

Also sprach Zarathustra. Tondichtung frei nach Friedrich Nietzsche op. 30 (1896)

Donnerstag, 3. September 2020

Die goldene Stunde - Zuzana Mika, 30. August 2020, Jesuitenkirche

 Ein sehr junge polnische Organistin (Jg. 1997) bezauberte uns in perfekter goldenen Stimmung. EIn sehr intensives Programm. Besonders schön fand ich diesmal die beiden Préludes von Jehan Alain. Und die Carillon de Westminster sind immer ein Hit!





Dienstag, 11. August 2020

Romeo und Julia, Sommerspiele Perchtoldsdorf, 7. August 2020

Es ist jedesmal eine Freude nach Perchtoldsdorf zu fahren. Die wunderbare Kulisse und dann ein rundum geglücktes Stück! Spielfreudige Schauspieler, sehr gutes Bühnenbild, ordentliche Kostüme. Eine sehr gute modernisierte Fassung. 

Besonders gut haben mir Romeo und de Amme gefallen!


Valentin Postlmayr

   Romeo

Lena Kalisch

   Julia

Emanuel Fellmer

   Mercutio

Marie-Christine Friedrich

   Amme

Roman Blumenschein

   Capulet

Marion Reiser

   Lady Capulet

Raphael Nicholas

   Tybalt

Karl Walter Sprungala

   Pater Lorenzo

Lukas Gander

   Benvolio

Nikita Dendl

   Paris

Michael Pogo Kreiner

   Montague


Montag, 6. Juli 2020

Wiener Symphoniker / Buchbinder, 5. Juli 2020, Konzerthaus

Ich muss Rudolf Buchbinder doch einiges abbitten. Der gestrige Abend war wirklich wunderschön. Vor allem das erste Klavierkonzert fulminant, die gemeinsame Darstellung und Durchdringung dieses Werkes war beeindrukcend. Lucide und klar, aber doch auch mächtig.
Das vierte Konzert gelang fast so gut, aber da war die Spannung nicht so groß.


Interpreten

Wiener Symphoniker

Rudolf Buchbinder, Klavier, Leitung

Programm

Ludwig van Beethoven

Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 C-Dur op. 15 (1795–1798)

Konzert für Klavier und Orchester Nr. 4 G-Dur op. 58 (1805–1806)


Aus der Wiener Zeitung:


Beethoven als Visitenkarte

Rudolf Buchbinder und die Wiener Symphoniker überzeugen mit Beethoven.

| Update: 06.07.2020, 10:30 Uhr

 

Eine Darbietung, die als Visitenkarte für die erfolgreiche Zusammenarbeit und großartige Form aller Beteiligten fungieren könnte. Ludwig van Beethovens Erstes Klavierkonzert gelang am Sonntag im Wiener Konzerthaus mustergültig.

An den vergangenen drei Abenden präsentierten die Wiener Symphoniker gemeinsam mit Rudolf Buchbinder (in der Doppelfunktion als Solist und Orchesterleiter) alle fünf Klavierkonzerte von Beethoven. Mit seidigem Klang hoben die Streicher an zur Orchesterexposition des formal noch sehr klassisch angelegten C-Dur-Konzerts. Dann der Einsatz des Solisten. Buchbinder ist ein kundiger Beethoven-Spieler, ein Wissender. Organisch verbanden sich Orchester und Klavier. Das Fagott spielte seine Linien genüsslich aus. Kleine Gesten des dirigierenden Pianisten zeigten große Wirkung im Orchester. Die Wiener Symphoniker agierten höchst aufmerksam.

Wunderbar die Atmosphäre im Largo, ein beinahe weihevoller Dialog. Elegant trat die Klarinette hervor. Bezaubernd gelang der Schluss des zweiten Satzes. Keck und vollmundig schließlich das Rondo. Keine Sekunde vermisste man einen hauptamtlichen Dirigenten. Diffiziler per se ist die Interaktion hingegen beim Vierten Klavierkonzert. Doch auch hier klappte alles. Hochspannung im zweiten Satz, dann ein wunderbar gestalteter Übergang zum Rondo, dessen Beginn an eine von der Sonne beschienene Meeresoberfläche denken ließ. Rudolf Buchbinder zeigte im Lauf des Abends immer mehr klangliche Facetten. Die schönsten Farben gelangen ihm scheinbar beiläufig, etwa am Ende einer Phrase. Der Musiker Buchbinder vereint routinierte Versiertheit mit unversiegbarer Spielfreude und steht dabei stets im Dienste von Komponist und Werk.

Ein Glück. Das Publikum im Großen Saal dankte mit kräftigem Applaus.

Montag, 22. Juni 2020

Die goldene Stunde - Eröffnung - Roman Hauser, 21. Juni 2020, Jesuitenkirche

Das Eröffnungskonzert war anläßlich des 80. Todestages Jehan Alain gewidmet. Mit seinem populärsten und seinen letzen Stücken.  Dazwischen war von Maurice Duruflé ein wunderbares Präludium mit Fuge über ALain, wobei ein sogenanntes Tombeau (Zitat) von Jehan Alain eingebettet wurde. Roman Hauser spielte wieder wunderbar schön. Beeindruckend die drei Tänze, erratisch und komplex!


Julian Rachlin / Giuseppe Guarrera - Beethoven: Violinsonaten IV, 19. Juni 2020

Endlich wieder im Konzertsaal und Künstler leibhaftig vor mir.
Ein fast leerer Saal, aber trotzdem gute Stimmung.

Ein sehr schönes Programm, ausgezeichnet und erfreulich gespielt. Ein wirklich klar und hell spielender Pianist Guarrera und dazu ein großartiger Julian Rachlin, mit Tiefgang spielend!




Interpreten

Julian Rachlin, Violine

Giuseppe Guarrera, Klavier

Programm

Ludwig van Beethoven

Sonate G-Dur op. 30/3 für Violine und Klavier (1802)

Sonate A-Dur op. 47 für Violine und Klavier »Kreutzer-Sonate« (1802–1803)