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Mittwoch, 14. Januar 2026

Richard III, 14. Jänner 2026, Akademietheater

  Krankheitshalber nicht besucht!

Besetzung

Nicholas Ofczarek
Richard III/ König Edward

Dörte Lyssewski
Buckingham/ Brakenbury/ Richmond

Dorothee Hartinger
Königin Margareth/ Hastings/ 1.
Mörder/ 1. & 2.Bote/ Richmond

Sarah Viktoria Frick
Königin Elisabeth/ Prinz von Wales/ Richmond

Katharina Lorenz
Lady Anne/ 2. Mörder/ 1. & 2. Bote/ Gerichtsschreiber/ Richmond

Sylvie Rohrer
Clarence/ Bürgermeister/ Herzogin von York/ Tyrrell/ Richmond


Freitag, 8. November 2019

Der Weibsteufel, 7. November 2019, Akademietheater

Ein überaus intensiver Abend. Ein böses Stück, das Lachen bleibt einem im Hals stecken.
Copyright: Burgtheater
Drei wunderbare Schauspieler, ein vernünftiges, starkes  Bühnenbild, nicht zu lang.
Minichmayr ein böses Weib, manipuliert und wird manipuliert.
Moretti sehr interessant, und Wölbern verschlagen. Allerdings sind die Männerrollen viel einfacher gestrickt als das Weib




Regie Martin Kušej 
Bühne Martin Zehetgruber 
Kostüme Heide Kastler 
Musik Bert Wrede 
Licht Herbert Markl 
Dramaturgie Sebastian Huber
Der Mann Werner Wölbern 
Sein Weib Birgit Minichmayr  
Ein junger Grenzjäger Tobias Moretti

Donnerstag, 25. April 2019

Woyceck, 24. April 2019, Akademietheater

Leider ein vergebener Abend. Keinerlei Entwicklung erkennbar, vollkommen unklar warum Woyzeck Marie umbringt. Klamauk ohne Sinn.
Das Stück wurde bis zu Unkenntlichkeit zerstückelt
Renate Wagner ist nichts hinzuzufügen

Renate Wagner

Franz Woyzeck Steven Scharf 
Marie Anna Drexler 
Doctor Falk Rockstroh 
Tambourmajor Guy Clemens 
Hauptmann/Gerichtsdiener Daniel Jesch 
Großmutter 


WIEN / Akademietheater: WOYZECK

10.04.2019 | KRITIKEN, Theater

  Fotos: Barbara Zeininger
WIEN / Akademietheater des Burgtheaters:
WOYZECK von Georg Büchner
Fassung von Koen Tachelet
Premiere: 10. April 2019

Wollte man zu definieren suchen, was sich auf der Bühne des Akademietheaters abspielt, könnte man eines mit Sicherheit sagen: jedenfalls nicht Georg Büchners „Woyzeck“. Eine „Fassung“ von Koen Tachelet, die das Stück dramaturgisch völlig zerstört, dazu eine Inszenierung von Johan Simons, die zusätzlich dafür sorgt, dass nichts von den Figuren, der Handlung, den Entwicklungen, kurz von Büchners „Wozzeck“ übrig geblieben ist.
Es geht heutzutage nicht mehr darum, was die Dichter uns zu sagen haben, es geht einzig und allein darum, was den Regisseuren dazu einfällt. Büchner porträtiert in dem Soldaten Woyzeck das schwächste Glied der Gesellschaft, derjenige, der benützt und ausgenützt wird, in der Berufswelt und privat. Man hält ihn für dumm, dabei denkt er viel nach, auch über die letzten Dinge, nur eben auf seine schlichte Art. Man muss ihn nicht bemitleiden, aber man könnte an der Gesellschaft um ihn herum allzeit Gültiges erkennen.
Was Johan Simons dazu einfällt, ist (wie neu!) ein Zirkus (Bühne: Stéphane Laimé, Kostüme: Greta Goiris). Logisch: Von einem „Zirkus-Woyzeck“ wird das ganze Feuilleton voll sein. Zuerst ist das gestreifte Zeltdach noch über den Bühnenrahmen gespannt, dann kommt ein Mann, den man mit seiner schwarzen Wollmütze eher für einen Moslem hielte, als in ihm Woyzeck zu erkennen, und reißt es herunter. Eine Arena erscheint. Und er beginnt, die einzelnen Teile der Szene zu demolieren. Fraglos ein symbolischer Akt – aber wofür? Johan Simons bleibt für so gut wie alles, was er auf der Bühne zeigt, die Antworten schuldig. Er nennt sich einen „bekennenden Büchner-Fan“ und zerstört total, was dieser geschrieben hat.
Mit sechs Schauspielern, von denen drei sehr wenig, einer ein bisschen und zwei viel zu tun haben, gibt es – Bröckchen. Da ein bisschen Woyzeck-Text, dort ein bisschen, völlig wild durcheinander, mit anderem Text hineingemixt. Ein Abend für Kenner des Stücks, denn die anderen haben – wie so oft in der heutigen Regietheaterwelt – keine Chance, irgendetwas zu begreifen.
Vor allem gibt es keinerlei Erkennungsfaktor für die Figuren: Steven Scharf ist – wer? Ein Schauspieler, der tut, was man ihm sagt. Bedeutungsvoll schauen. Flapsig sprechen (Endsilben – gehn, kommn – kennt der deutsche Ton nicht). Der bereit ist, splitterfasernackt über die Bühne zu rennen, immer im Kreis. Mehr noch, auf einer Metallleiter reitend, sieht es nach einem Onanierakt aus. (Und bitte, wer ist denn heutzutage noch zu schocken, wen interessiert wirklich, was die da auf der Bühne machen?) Er eilt in den Zuschauerraum, macht in Interaktion, gerade, dass er dem Besucher, den er auswählt, nicht seine Uhr wegnimmt. Er setzt sich einen Zylinder auf, drunter lugt die Unterhose hervor. Er sticht auf Marie immer und immer wieder ein, und sie stirbt nicht (eine besonders qualvolle, weil das Stück gänzlich in die Lächerlichkeit desavouiernde Szene). Was hat das alles mit Woyzeck zu tun? Übrigens: Direktorin Karin Bergmann hat von Steven Scharf als einem ganz besonderen Schauspieler geschwärmt: Hätte er doch Gelegenheit bekommen, das zu zeigen.
Noch schlimmer ergeht es Anna Drexler, die ihr an sich unschuldsvolles Gesicht dafür hergeben muss, extreme Albernheits-Aktionen zu setzen, Woyzecks Marie ist lüstern, dumm, laut bis schrill, weiß der Teufel, was sie warum da aufführt. Ihr Kind trägt sie als Puppenhohlform, aus Draht gemacht, herum. Nach ihrem „Tod“ ruft sie Woyzeck noch zu, was er tun soll. Man wünschte, man könnte in das Gedankengebäude des Regisseurs einsteigen – irgend etwas, um Gottes willen, muss er sich doch gedacht haben?
Guy Clemens ist der Tambourmajor, ganz in rotem Unterhöschen, tänzelnd. Daniel Jesch muss gleich zu Beginn einen Überschlag machen und so brutal auf dem Rücken landen, dass man sich nicht wundern würde, wenn er eines Tages gelähmt liegen bleibt (was müssen Schauspieler heutzutage alles tun, nur damit man sie eine winzige Nebenrolle spielen lässt?). Falk Rockstroh gibt sich mit den Rudimenten dessen ab, was von der an sich so infernalischen Figur des Doktors übrig geblieben ist (ja, einmal darf er Woyzeck intensiv in den Arsch schauen). Martin Vischer muss sehr, sehr lange warten, bis er das Märchen der Großmutter ohne weitere Wirkung erzählen darf (und dann erscheint er auch noch im Frauenkleid). Die Umwelt des Woyzeck existiert hier nicht. Hier gibt es nur „Ideen“ (samt einigen nicht aufzulösenden Video-Sequenzen, es sei denn, man erkennt Pferde in der Zirkusarena) – und sonst nichts. Gar nichts.
Der Abend wurde – man glaubt nicht, was ein Publikum sich zumuten lässt und es offenbar gar nicht bemerkt (!?!?!) – geradezu bejubelt. Es handelt sich um eine Co-Produktion mit Bochum (wo Simons seit dieser Saison Intendant ist). Diese Art von Theater überlassen wir ihnen gerne. Nicht alle Besucher haben vom Bochumer Abstecher nach Wien einen bereichernden Eindruck mitgenommen.
Renate Wagner
/Käthe 
Martin Vischer 

Montag, 11. Juni 2018

The Who and the What, 10. Juni 2018, Akademietheater

Ein intensiver Theaterabend mit Tiefgang. Die Themen Geschlechteridentität, Aufklärung im Islam, Generationenkonflikt und viele weitere werden teils ernst, teils sehr unterhaltsam aufgeworfen. Der versöhnliche Schluß ist nicht wirklich befriedigend, obwohl sehr gut gemacht.
Schauspielerisch bleiben keine Wünsche offen. Simonischek als grummelnder Alter und Aenne Schwarz spielen sich wunderbar die Bälle zu. Irina Sulaver und vor allem Philipp Hauß ergänzen ausgezeichnet.

siehe auch:
https://onlinemerker.com/wien-akademietheater-the-who-and-the-what/ 

Besetzung
am

Zarina: Aenne Schwarz
Mahwish: Irina Sulaver
Afzal: Peter Simonischek
Eli: Philipp Hauß

Dienstag, 27. Februar 2018

Die Welt im Rücken, 20. Februar 2018, Akademietheater

Joachim Meyerhoff ist wirklich beeindruckend an diesem Abend. Zweieinhalbstunden Soloprogramm ohne merkbarem Hänger. Er spielt nicht, er ist ein manisch-depressiver! Man ist wirklich gefesselt und kann immer mit ihm mitfühlen. Dazu noch eine wunderbare Regie, es ist ein fast perfekter Abend. Die Pause war unnötig, da ein bisserl der Drive verloren geht.
Ein klinische Psychologe bestätigte mir, dass das klinische Bild perfekt war!

Freitag, 29. September 2017

Ludwig II, 28. September 2017, Akademietheater

Großartiges Schauspielertheater mir drei Könnern, vor allem Markus Meyer, der fast die ganze Zeit auf der Bühne steht.
Projektionen und Spiegelreflexionen bringen die anderen Darsteller (alle Einspielungen durch Markus Meyer) gekonnt auf die Bühne.


Zitat Renate Wagner:
Denn die drei Gestalten, die da live auf der Bühne stehen, erhalten mehr als reichlich Videogesellschaft. Aber jeder, der da als Mitspieler von der Leinwand kommt, ist auch „Ludwig“ Markus Meyer. Ob Frauen (seine Mutter, seine Braut Sophie, Cosima von Bülow), ob Männer (von seinem Bruder über die Minister bis zu seinen Spielgefährten), alles Meyer oder was? Nun ist der ja ein glänzender Schauspieler, der sich beim Verwandeln nicht allein auf Kostüm- und Maskenbildner verlässt, sondern auch mit Mimik und vor allem Sprache großartig differenziert. Und außerdem gibt er nicht eine Figur, nicht einmal den Pater, der Lächerlichkeit preis. Meyer als das Personal des Visconti-Films, das ist eine Leistung für sich.


                                      Foto: Barbara Zeininger





Ludwig
Markus Meyer
Elisabeth
Regina Fritsch
Wagner
Johann Adam Oest

Montag, 20. Februar 2017

Die Wiedervereinigung der beiden Koreas, 19. Februar 2017, Akademietheater





Ein französisches Stück über Beziehungen und deren Probleme, vor allem das Nichtzuhören und das Falscheinsetzen des anderen.
Ausgezeichnete Schauspieler, die die Szenen eindringlich darstellen. Meist berührend und teilweise sehr unterhaltsam.




Besetzung
Frida-Lovisa Hamann
Dorothee Hartinger
Sabine Haupt
Dörte Lyssewski
Petra Morzé
Markus Hering
Daniel Jesch
Dirk Nocker
Martin Reinke

Donnerstag, 16. Februar 2017

‹Bella Figura›, 15. Februar 2017, Akademietheater

Ein köstlicher und amüsanter Abend, ausgezeichnet gespielt!
Sehr gut inszeniert und
Besonders hat mir Caroline Peters und Kirsten Dene gefallen, aber die anderen waren genauso gut.














Yasmina Reza
‹Bella Figura›


Andrea
Caroline Peters
Boris Amette
Joachim Meyerhoff
Françoise Hirt
Sylvie Rohrer
Eric Blum
Roland Koch
Yvonne Blum
Kirsten Dene

Montag, 17. Oktober 2016

Coriolan, 14. Oktober 2016, Akademietheater



















Shakespeare ist immer eine tolle Sache. Auch war diesmal die Bearbeitung sehr gut, es wurde auf das Wesentliche reduziert und das Wichtige blieb!


Schauspielerisch ausgezeichnet, Obonya und die Einspringerin Barbara Petritsch dominant, Sylvie Rohrer ein herrlicher Volkstribun.
Die Inszenierung passend, die Kampfszenen spannend.
















Caius Martius, später Caius Martius Coriolanus
Cornelius Obonya
Menenius Agrippa, Freund des Coriolan
Martin Reinke
Cominius, Konsul und Oberkommandeur des Heeres
Bernd Birkhahn
Erster römischer Senator
Rudolf Melichar
Volumnia, Coriolans Mutter
Barbara Petritsch
Virgila, Coriolans Gemahlin
Anna Sophie Krenn
Der junge Martius, Coriolans Sohn
Oskar Rathkolb
Arthur Klestil
Imre Lichtenberger
Sicina Veluta, Volkstribun
Sylvie Rohrer
Junius Brutus, Volkstribun
Hermann Scheidleder
Erster Bürger, Anführer der Plebejer
Daniel Jesch
Erster und zweiter Senatsdiener
Anna Woll
Jeanne-Marie Bertram
Erster, zweiter und dritter Diener des Aufidius
Felix Kreutzer
Valentin Postlmayr
Daniel Jesch
Erster Staatsdiener
Sven Dolinski
1. Bürger, Anführer der Plebejer
Daniel Jesch
2. Bürger
Jeanne-Marie Bertram
3. Bürger
Felix Kreutzer
4. Bürger
Andrej Reimann
5. Bürger
Sven Dolinski
6. Bürger
Valentin Postlmayr
7. Bürger
Anna Woll
Tullus Aufidius, Feldherr des volskischen Heeres
Markus Meyer
Gefolterter
Sven Dolinski
Leutnant des Aufidius
Felix Kreutzer
Römische und volskische Bürger und Soldaten
Jeanne-Marie Bertram
Anna Woll
Sven Dolinski
Daniel Jesch
Felix Kreutzer
Valentin Postlmayr
Andrej Reimann
Bürger,Soldaten und Senatoren
Hans Peter Bruckner
David Ketter
Gert Werler

Montag, 21. März 2016

Engel des Vergessens, 17. März 2016, Akademietheater









Ein sehr beklemmendes Stück über ein Stück österreichische Vergangenheit.
Die Schauspieler waren alle großartig. Gregor Bloéb hatte die stärkste Szene, wie er von den Folterungen der Polizei erzählt. Elisabeth Orth als starke Großmutter ist toll.






Großmutter Elisabeth Orth
Mutter Petra Morzé
Vater Gregor Bloéb
Ich 1 Alina Fritsch
Ich 2 Alexandra Henkel
Sabine Haupt Sven Dolinski Michael Masula Rudolf Melichar André Meyer
Musiker Matthias Jakisic Andreas Radovan




Maja Haderlaps 2011 mit dem Bachmann-Preis ausgezeichneter Debütroman Engel des Vergessens ist die Geschichte eines Mädchens, einer Familie – und die Geschichte eines Volkes: der Kärntner Slowenen. Sie beschwört die Gerüche des Sommers herauf, die Kochkünste der Großmutter, die Streitigkeiten der Eltern und erzählt von dem täglichen Versuch eines Mädchens, die Menschen in seiner Umgebung zu verstehen. Selbst im Frieden ist der Krieg noch allgegenwärtig, vor allem in den Köpfen der von Vernichtung bedrohten slowenischen Minderheit. In den Wald zu gehen, hieß eben „nicht nur Bäume zu fällen, zu jagen oder Pilze zu sammeln“ – es hieß auch, auf der Flucht verhaftet zu werden oder als Partisan Widerstand zu leisten. „Maja Haderlap hat eine gewaltige Geschichte geschrieben ... Die Großmutter wie noch keine, der arme bittere Vater wie noch keiner, die Toten wie noch nie, ein Kind wie noch keines.“ (Peter Handke) „Wenn man im Wald Angst hat, muss man Partisanenlieder singen. Das hilft immer.“ Für das Akademietheater haben Maja Haderlap und Georg Schmiedleitner eine Bühnenfassung dieses sinnlich-poetischen Erinnerungsromans erarbeitet. - See more at: http://www.burgtheater.at/Content.Node2/home/spielplan/event_detailansicht.at.php?eventid=965616986#detail_dates

Mittwoch, 1. Juli 2015

Die Macht der Finsternis, 29. Juni 2015, Akademietheater

Dieser Tolstoi ist leider nicht der Allerbeste, er schwächelt gegen Ende und der Schluss mit dem Dankgebet auch etwas weit hergeholt, da wäre der Selbstmord logischer gewesen. Eine ganz ansprechende Inszenierung, fast alle turnen auf einem Berg von staubenden Mehlsäcken herum, die Schauspieler sind ganz extrem geschminkt.Die Frauen tragen extreme Busen und Hintern, außer die Mutter.
Schauspielerische ausgezeichnet, Krisch, Kircher, Aenne, Mavie Hörbiger und Dene.

Montag, 18. Mai 2015

Das Konzert (Hermann Bahr), 17. Mai 2015, Akademietheater



Zum zweiten Mal in dieser Inszenierung, diesmal noch besser. Mein Eindruck war, dass alles besser eingespielt ist und die Pointen leichter funktionieren.
Vor allem Stefanie Dvorak war nicht mehr so übertrieben ganserlhaft, sondern passte sehr gut ins Ensemble.


siehe auch
http://flohwien.blogspot.co.at/2015/02/das-konzert-hermann-bahr-9-februar-2015.html
bzw.


http://www.der-neue-merker.eu/wien-akademietheater-das-Konzert
Zur Kritik von Renate Wagner sei anzumerken, dass die sowohl Regina Fritsch als auch Stefanie Dvorak sich im Verhältnis zur Premiere sehr gebessert haben dürften

Dienstag, 10. Februar 2015

Das Konzert (Hermann Bahr), 9. Februar 2015, Akademietheater

Eine herrliche Gesellschaftskomödie wunderbar in Szene gesetzt. Dieses Stück ist ein Gustostückerl für Schauspieler und sie nützen dies auch weidlich aus. Allen voran Peter Simonischek  als Gustav Heink, er spielt diesen alternden Pianisten mit viel Spaß und macht sich offensichtlich auch über sich selber lustig. Dazu noch Florian Teichtmeister  als Dr. Jura, eine großartige Charakterstudie eines Manipulanten. Regina Fritsch kann vor allem im ersten Akt punkten, da ist sie großartig, wie sie Dr. Jura um den Finger wickelt. Man hat da den Eindruck, dass sie ihm immer einen Schritt voraus ist; im zweiten nimmt man es ihr nicht wirklich ab, wie auch sie manipuliert. Ich hatte den Eindruck, dass sie sich da ein bisserl zurücknimmt. Die Delfine der Stefanie Dvorak ist im Gegensatz zu den anderen viel zu dümmlich und künstlich, ein echtes Ganserl halt. Dies passt aber nicht so wirklich in diese Inszenierung. Die Hüttenleut' sind komisch, die "Hexen" (Schülerinnen) unterhaltsam aufgeregt.
Das Bühnenbild aus Karton ist originell und funktionell. Es lässt den Protagonisten ausreichend Raum. Die Inszenierung sehr ordentlich, wie es sich gehört für ein Schauspielerstück.
Ein wunderbar unterhaltsamer Abend!

Dienstag, 11. November 2014

Oscar Wilde , 10. November 2014, Akademietheater

Eine beeindruckende One-Man Show mit Markus Mayer.
Das Stück ist verdichtete 75 min lang. Markus Mayer spielt alle Rollen, die Freunde und Diener sind eingespielt und werden auf kleine, auf einem Gestell verschoben montierte Leinwände projiziert.
Er bringt die Wandlung des eitlen jungen Dandys zum verzweifelten "Alten" wunderbar auf die Bühne. Eigentlich waren wir froh, dass es aus war. Wir sind nachher noch eine Zeitlang vor lauter Befangenheit stumm geblieben.