Mittwoch, 9. September 2015

Der fliegende Holländer, 8. September 2015, Staatsoper

Gestern war ein wirklich intensiver Abend.
Ein guter Dirigent ist unbedingt notwendig und Peter Schneider ist so einer. Die Ouvertüre war wunderbar gespielt, die Hörner makellos und alles so transparent und luzide, dabei mit großer Leidenschaft, insgesamt hat er langsam spielen lassen, hat aber wunderbar gepasst. Schneider spielt zwar laut, aber deckt die Sänger nie zu, eben alte Schule!
Viel besser wie letztes Jahr:


Erstaunlich wie all Sänger textdeutlich gesungen haben, besonders Hans-Peter König! Es war nie notwendig auf den Text zu schauen.


Hans-Peter König | Daland
Herrliche Stimme von ganz Tief bis in die Höhe


Ricarda Merbeth | Senta
Großartig, fast kein Vibrato, noch besser als letztes Jahr


Herbert Lippert | Erik
Der einzige kleine Schwachpunkt, obwohl er mir in dieser Rolle besser gefallen hat als in seinen letzten Auftritten. Energisch und sicher kein Schwärmer


Michael Volle | Der Holländer
Großartig von Anfang bis Ende, Herrliche Stimme, bestimmtes dämonisches Auftreten,


Carole Wilson | Mary
Sehr schön gesungen

Thomas Ebenstein | Steuermann
Wird immer besser, ein Vergnügen, sollte bald größere Rollen singen





Montag, 7. September 2015

Rigoletto, 4. September 2015, Staatsoper

Endlich Saisonbeginn und gleich ein schöner Abend.
Die absolut beste war Aleksandra Kurzak als Gilda, besonders ihre Piani könnten wirklich betören. Die Arie "Caro Nome" nebst dem ersten Duett mit Rigoletto waren der Höhepunkt des Abends.Ihre Wandlung zum Schluß zur entschlossenen Opferbereite war beachtlich. Dazu ein echt italienisch singender Tenor Celso Albelo mit ordentlichen Schmelz, leider nicht die grosse Persönlichkeit und ein sehr schöner singender Rigoletto, aber nicht der Charakterdarsteller, den diese Inszenierung eigentlich verlangt.
Sparafucile Michele Pertusi leider kein ordentlicher Bass, eher Bassbariton, Elena Maximova als Maddalena sehr ordentlich. Das Quartett im 3. Akt war diesmal wirklich ein Highlight.
Leider ein schwacher Monterone (Moisiuc), die snstigen kleinen Rollen sehr schön besetzt.
Der Dirigent Evelyno Pido leider öfters wie ein Militärkapellmeister, dazwischen aber auch sehr feinfühlig, elend die Beleitung des "Donna e mobile".

Donnerstag, 27. August 2015

Jedermann, 21. August 2015, Domplatz - Salzburger Festspiele

Das Wetter hat gehalten und wir konnten einen grandiosen Jedermann auf dem Domplatz genießen. Die Aufführung ist dort viel intensiver und schöner als im Festspielhaus, begonnen mit dem Zug der Schauspieler vom Festspielhaus auf den Domplatz, der Dom (unterschiedlich beleuchtet) im Hintergrund. Ein wirklich unvergessliches Erlebnis. Heuer war auch Obonya noch besser als letztes Jahr. Die Inszenierung gefällt mi wirklich gut. Ein modernes, zeitloses Stück

Mittwoch, 19. August 2015

West-Eastern Divan Orchestra, Barenboim, 14. August 2015, Großes Festspielhaus, Salzburg

PROGRAMM
LUDWIG V. BEETHOVEN • Tripelkonzert C-Dur für Klavier, Violine, Violoncello und Orchester op. 56
ARNOLD SCHÖNBERG • Pelleas und Melisande op. 5, Symphonische Dichtung nach Maurice Maeterlinck
Daniel Barenboim, Klavier und Leitung
Guy Braunstein, Violine
Kian Soltani, Violoncello
West-Eastern Divan Orchestra

Wir haben die Karten geschenkt bekommen und das war ein wirklich sehr schönes Geschenk.

Das Tripelkonzert war wirklich sehr schön gespielt, Barenboim ist als Dirigent wirklich besser als als Pianist. Herausragend  der Cellist Kian Soltani, erst 22 Jahre alt. Nach der Pause ein wirklich ausgezeichnetes Schönberg, mir leider ein bisserl fad.





Donnerstag, 16. Juli 2015

Sommerpause

Nach einem sehr schönen Jahr jetzt Pause bis zum Jedermann am 21. August!



Montag, 6. Juli 2015

Bruckner-Orchester, Stanislaw Skrowaczewski, 4. Juli 2015, Stiftskirche St. Florian

An einem so heißen Tag war es ein Labsal in der angenehm kühlen Kirche zu sitzen.Das Konzert war ausverkauft und wir sassen in der letzten Reihe in der Mitte mit Blick auf den Dirigenten Stanislaw Skrowaczewski. Es ist schon ein Ereignis, wenn ein 91-Jähriger anderthalb Stunden durchgehend ein so schwieriges und intensives Werk dirigiert. Er hat das wirklich ausgezeichnet gemacht, ein durchgehend spannendes Dirigat, die Abstimmung der Stimmen hat wunderbar gepasst. Wir mussten uns ein bißchen an die Akustik gewöhnen, aber dann war es wahrlich sehr schön. Besonders die Streicher haben herrlich geklungen, sonst ist es ja meist blechlastig. Es war ein sehr inniger Klang und ausgesprochend berührend.
Ein besonderer Moment war wie die Sonne genau den Dirigenten beleuchtet hat.






Stanislaw Skrowaczewski, 1923 in Polen geboren und damit der älteste aktive Dirigent, erfüllt sich am 4. Juli bei den OÖ. Stiftskonzerten einen Traum: Als eines seiner letzten Konzerte in Europa wird er an Bruckners Grabstätte die 8. Sinfonie dirigieren. Seine Konzerte zählen weltweit zu den Sternstunden der Klassik und so verspricht dieser Abend für alle Anwesenden ein ganz besonderer zu werden. Der 92-Jährige erhielt für seine Einspielung desBruckner-Zyklus bei Oehms Classics 2001 den „Cannes Classical Award“ – eine der weltweit höchsten Auszeichungen, die für CD-Produktionen verliehen werden.

Samstag, 04. Juli 2015, 18.00 Uhr
St. Florian, Basilika
Stanislaw Skrowaczewski, Dirigent
Bruckner Orchester Linz

Mittwoch, 1. Juli 2015

Die Macht der Finsternis, 29. Juni 2015, Akademietheater

Dieser Tolstoi ist leider nicht der Allerbeste, er schwächelt gegen Ende und der Schluss mit dem Dankgebet auch etwas weit hergeholt, da wäre der Selbstmord logischer gewesen. Eine ganz ansprechende Inszenierung, fast alle turnen auf einem Berg von staubenden Mehlsäcken herum, die Schauspieler sind ganz extrem geschminkt.Die Frauen tragen extreme Busen und Hintern, außer die Mutter.
Schauspielerische ausgezeichnet, Krisch, Kircher, Aenne, Mavie Hörbiger und Dene.