Montag, 12. März 2018

Liederabend Florian Boesch • Malcolm Martineau, 7. März 2018, Brahmssaal

Ich liebe die Art zu singen von Florian Boesch. Er gibt seiner Interpretation so viel Sinn und Hintergrund. Da kommt kein Ton falsch und einfach so dahergesungen. Er kann aber auch schön singen. Daher war dieser Abend ein Ereignis. Die Umstellung der Lieder war durchdacht und genau richtig. Als Zugabe gabs dann noch die taubenpost








Interpreten
Florian Boesch Bariton                                                                                              
                                      





Programm

Franz Schubert

Liebesbotschaft, D 957/1

Frühlingssehnsucht, D 957/3

Ständchen, D 957/4

Abschied, D 957/7

In der Ferne, D 957/6

Aufenthalt, D 957/5

Kriegers Ahnung, D 957/2

— Pause —

Franz Schubert Grenzen der Menschheit, D 716

Meeres Stille, D 216

Der Fischer, D 225

Das Fischermädchen, D 957/10

Am Meer, D 957/12

Ihr Bild, D 957/9

Die Stadt, D 957/11

Der Doppelgänger, D 957/13

Der Atlas, D 957/8

Mittwoch, 7. März 2018

NDR Elbphilharmonie Orchester / Anderszewski / Hengelbrock, 6. März 2018, Konzerthaus

Leider ein etwas matterer Abend. Aber zuerst zum Positiven. Piotr Anderszewski spielte klar und fein, hat mir sehr gut gefallen, das Orchester leider etwas unpräzise und die Bläser hart und unschön.
Nach der Pause der Gigant der 5. Mahler. Mir war eigentlich fad. Es begann schon mit 2 falschen Tönen beim ersten Signal, uind so kann man von "einmal Problemfall, immer Problemfall" sprechen. Es wurde ohne Swing und hart wie ein preussischer Marsch gespielt. Es fehlten die Übergänge - jedesmal beim Einsatz einer neuen Gruppe begann das Stück von vorne. Dazu vermisste ich das tänzerische, das ja so fein ist. (es swingte einfach gar nicht). Ich möchte die Streicher davon ausnehmen, die zeitweise wirklich sehr schön spielten.


Aber trotzdem großer Jubel! Es muss wohl vor allem laut sein!


Anmerkung: Die Hörner klingen viel blechernen, auch die Ober schnarrendr als bei den Wiener Orchestern!




Interpreten
NDR Elbphilharmonie Orchester
Piotr Anderszewski, Klavier
Thomas Hengelbrock, Dirigent
Programm
Wolfgang Amadeus Mozart
Konzert für Klavier und Orchester c-moll K 491 (1786)
***
Gustav Mahler
Symphonie Nr. 5 (1901-1902)

Dienstag, 6. März 2018

Klavierabend Martha Argerich / Lilya Zilberstein, 6. März 2018, Konzerthaus

Die "grande vieille Madame" des Klaviespiels hat uns einen wunderschönen Abend beschert. Klar und emotionell stark spielte Martha Argerich und Lilya Zilberstein die Stücke. Der Schumann war schön, der Liszt schon beeindruckend in seiner Vielfärbigkeit und Dynamik, der Rachmaninoff ungalublich schön.


Interpreten
Martha Argerich, Klavier
Lilya Zilberstein, Klavier
Programm
Robert Schumann
Studien für den Pedal-Flügel. Sechs Stücke in kanonischer Form op. 56 (Bearbeitung für zwei Klaviere: Claude Debussy) (1845/1891)
Franz Liszt
Concerto pathétique S 258 für zwei Klaviere (1857 vor)
***
Sergej Rachmaninoff
Symphonische Tänze op. 45 (Fassung für zwei Klaviere) (1940)

Montag, 5. März 2018

Pelléas et Mélisande, 4. März 2018, Kammeroper

Diese aufführung war ganz anders als in der Staatsoper. Durch das kleine Orchester (ausgezeichnete Bearbeitung) wurde der Klang zu einem extrem expressionistischem. Die Inszenierung nicht interessant! Die Sänger aber alle sehr gut Besonders haben mir Anna Gillingham als Mélisande und Florian Köfler als Arkel gefallen.


sdv


fdbv


Musikalische Leitung

Claire Levacher


Inszenierung

Thomas Jonigk

Ausstattung

Lisa Däßler

Licht

Franz Tscheck

Pelléas

Julian Henao Gonzalez

Mélisande

Anna Gillingham

Golaud

Matteo Loi

Arkel

Florian Köfler

Geneviève

Anna Marshania

Yniold / junger Pelléas

Quentin Retzl

Junge Mélisande

Lana Matic

Orchester

Wiener KammerOrchester

Eugen Onegin, 3. März 2018, Staatsoper

Diesmal war es noch besser, obwohl die unterkühlte Inszenierung nicht das Gelbe vom Ei ist. Der Dirigent Louis Langrée wesentliche agiler und spannender und daher sowohgl die Ballszene und die Polnaise sehr spitzig und unterhaltsam, die Sänger weiterhin besonders gut. Weit mehr als eine Repertoiraufführung! Olga Bezsmertna wunderbar, herrliche Stimme, Pavel Cernoch großartig, lyrisch und auch in der Erregung in der Ballszene, Mariusz Kwiecin ein Weltklassebariton, der diese Sprödheit und Unentschlossenheit des Onegin sehr gut herüberbringt, Ferruccio Furlanetto wie immer traumhaft.
Der Schluß war diesmal besonders schön!!







Dirigent Louis Langrée
Regie Falk Richter
Bühne Katrin Hoffmann
Kostüme Martin Kraemer
Choreographie Joanna Dudley
Licht Carsten Sander
 
Tatjana Olga Bezsmertna
Eugen Onegin Mariusz Kwiecien
LenskiPavel Cernoch
Fürst Gremin Ferruccio Furlanetto
Larina Stephanie Houtzeel
Olga Margarita Gritskova
Filipjewna Zoryana Kushpler
Ein Hauptmann Igor Onishchenko
Saretzki Igor Onishchenko
Triquet Pavel Kolgatin

Freitag, 2. März 2018

ORF Radio-Symphonieorchester Wien / Wiener Singakademie / Gimeno, 1. März 2018, Konzerthaus

Ich bin dankbar, dass ich in diesem Konzert war. Ein wirklich ergreifender Abend. Gustavo Gimeno hat von der ersten Sekunde an Spannung gebracht, aber dabei feinst und klar dirigiert und immer die Balance bewahrt. Der Chor war ungemein gut disponiert. Keinerlei Schwächen.
Die Messe ist manigfaltig und abwechslungsreich, jeder Teil hat einen anderen Charakter. Das Chor-Kyrie mit dem eindringlichen Beginn, das solistische ausufernde Gloria, dann das Chor-Credo mit dem solistischen cruzifixus, dann ein Orgelzwischenspiel um in einem a-capella-Sanctus zu münden. Im O salutaris hostia darf der Sopran solistisch auftreten um im Agnus, einem Dialog zwischen Alt und Chor zu enden.
Die Solisten alle wirklich ausgezeichnet, aber ich möchte Sara Mingardo (Alt) hervorheben, die so wunderbar und ohne Vibrato gesungen hat! Kenneth Tarver hat ein wunderbares leicht metallisches Timbre, das genau zu seiner Arie passt. Die Sopranistin Eleonora Buratto gab ihr Debüt und blühte nach leicht nervösem Beginn richtig auf. Dazu kam, dass die Simmen wiklich gut zusammengepasst. haben.










Interpreten
ORF Radio-Symphonieorchester Wien
Wiener Singakademie, Chor
Eleonora Buratto, Sopran
Sara Mingardo, Alt
Kenneth Tarver, Tenor
Luca Pisaroni, Bassbariton
Gustavo Gimeno, Dirigent
Programm
Gioachino Rossini
Petite messe solennelle (1864)

Donnerstag, 1. März 2018

Eugen Onegin, 28. Februar 2018, Staatsoper

Es war ein Abend an dem die Sänger wirklich sehr schön gesungen haben. Doch leider hat Louis Langrée es ein bisserl verpatzt. Er hat sehr langsam dirigiert und daher waren Ballszene und Polonaise eigentlich fad. Aber er hat die Sänger wunderbar begleitet. Olga Bezsmertna singt klar und deutlich mit wunderschöner Stimme, aber sie lässt einen nicht wirklich warm werden. Hingegen war Mariusz Kwiecien ein emotioneller Onegin, vor allem im letzten Bild! Wunderschöne Stimme! Pavel Cernoch ein ausgezeichneter Lenski, Margarita Gritskova sehr gut als Olga, Ferruccio Furlanetto ein großer seines Faches! Pavel Kolgatin als Triquet sehr schön gesungen, aber den Frauenschwarm nimmt man ihm nicht wirklich ab.
Insgesamt aber eine sehr schöne Aufführung











Dirigent Louis Langrée
Regie Falk Richter
Bühne Katrin Hoffmann
Kostüme Martin Kraemer
Choreographie Joanna Dudley
Licht Carsten Sander
 
Tatjana Olga Bezsmertna
Eugen Onegin Mariusz Kwiecien
LenskiPavel Cernoch
Fürst Gremin Ferruccio Furlanetto
Larina Stephanie Houtzeel
Olga Margarita Gritskova
Filipjewna Zoryana Kushpler
Ein Hauptmann Igor Onishchenko
Saretzki Igor Onishchenko
Triquet Pavel Kolgatin