Mittwoch, 29. September 2021

Bruckner - Chorkonzert, 19. September 2021, Linzer Mariendom

 


Ein stimmungsvoller Abend im gefüllten Mariendom zu Linz. Nach einer Eingewöhnungsphase an den langen Hall gefiel dieses Programm. Der Chor wirklich fulminant, die Solisten Chen Reiss und Peter So0nn sehr gut, die anderen weniger


PROGRAMM

Anton Bruckner (1824–1896)

Messe (Nr. 3) f-moll für Soli, vierstimmigen gemischten Chor, Orchester und Orgel,
WAB 28 (1867–68, rev. 1868–69, 1872–73, 1876–77, 1881, 1883, 1893)

Te Deum C‑Dur für Soli, vierstimmigen gemischten Chor, Orchester und Orgel,
WAB 45 (1881, 1883–84)

BESETZUNG

Chen Reiss | Sopran

Michaela Selinger | Mezzosopran

Peter Sonn | Tenor

Liang Li | Bass

Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien

Tonkünstler-Orchester

Stefan Soltész | Dirigent

Jenö Hubay-Abend, 18. September 2021, Privat

 Ein privater Abend zu Ehren Jenö Hubays. Das Javorkai-Ensemble begeisterte mit hinreißender (Zigeuner)Musik. Dazwischen Geschichten über Hubay, seinen Einfluß auf das ungarische Musikwesen  und seine Geigen-Schule. Sandor Javorkai ist ein Enkelschüler von Jenö Hubay.





Dienstag, 14. September 2021

The Way Out, 11. September 2021, Hof des Landesarchivs in Graz

 

Dejan Kaludjerović in Zusammenarbeit mit Marija Balubdžić, Bojan Djordjev und Tanja Šljivar

Conversations: I don’t know that word … yet (2021)
Opern-Performance

Expressions and Other Curiosities (2021)

In seiner allerersten Opernproduktion fragt der Künstler Dejan Kaludjerović zusammen mit der Komponistin und Musikerin Marija Balubdžić, dem Theaterregisseur Bojan Djordjev und der Autorin und Librettistin Tanja Šljivar, wie Kinder die komplexe politische Realität der Gegenwart interpretieren.

Seit 2013 entwickelt Dejan Kaludjerović die Reihe Conversations, für die er bislang 49 Kinder in sieben Ländern für eine Gesamtdauer von etwa 22 Stunden interviewt hat. Jedes Mal wird eine Reihe von etwa fünfzig Fragen zu politischen Themen wie soziale Ausgrenzung und Integration, Ausländer, Sprache, Isolation, Krieg, Geld, Armut, Arbeit und so weiter gestellt. Jede Conversation, die in ortsspezifischen Klanginstallationen gezeigt wird, wird zur Nagelprobe für die Gesellschaft, in der sie entstanden ist. In dieser neuen Version seines fortlaufenden Projekts werden die geistreichen, urkomischen, ergreifenden und aufschlussreichen Antworten der Kinder als Material für eine Oper verwendet, die von vier erwachsenen Darsteller:innen mit unterschiedlichem musikalischem Hintergrund aufgeführt wird. Ihre Stimmen werden mit Samples aus den Originalinterviews gemischt und in Beats, Akkorde und Klanglandschaften verwandelt, wobei die Musik von Pop und House über hymnisch und burlesk bis hin zu richtig „opernhaft“ und zurück reicht.

Performance: Zoja Borovčanin, Lisa Cristelli, Christoph Gerhardus, Sebastian Hiti

Es war ein spannendender Nachmittag - erst in der Sonne, dann im Schatten. Die Texte sehr interessant, umgesetzt wunderbar, auch musikalisch.









Donnerstag, 9. September 2021

Falstaff, 8. September 2021, Staatsoper

In der halbleeren Oper fand eine sehr schöne Aufführung statt. Es wurde wieder die alte Inszenierung ausgepackt. Wobei mir beide lieb sind, ich tendiere eher zur neueren von David McVicar, weil mir besonders das letzte Bild besser gefällt

Relativ schwungvoll dirigiert von Nicola Luisotti, aber es fehlte ein bisschen die Würze. Auch sind die Philharmoniker auf Tournee - die Geigen waren nicht immer perfekt.

Es war eine Aufführung, wo alle sehr gut waren, auch schauspielerisch! Keiner fiel ab oder ragte wirklich heraus. Hervorzuheben wären nur Wolfgang Koch als Falstaff, Slávka Zámečníková als Nannetta und Monika Bohinec als Mrs. Quickly (vor allem als Komödiantin). 





Dirigent           Nicola Luisotti

Falstaff           Wolfgang Koch

Ford                 Boris Pinkhasovich

Fenton            Josh Lovell

Alice Ford      Eleonora Buratto

Nannetta       Slávka Zámečníková

Mrs. Quickly Monika Bohinec

Meg Page      Virginie Verrez

Dr. Cajus        Thomas Ebenstein

Bardolfo         Andrea Giovannini

Pistola             Artyom Wasnetsov


My Fair Lady, 7. September 2021, Volksoper

Die Saison begann ausgesprochen vergnüglich. Nach kurzem Anlauf lief es wie am Schnürchen! Ein bewährtes Ensemble mit nur kleineren Änderungen lies uns den Abend genießen. Axel Herrig ist ein eigentlich sympathischer Higgins, Schreibmayer ein unterhaltsamer Pickering, Johanna Arrouas hat die Rolle im Griff, ihr Wechsel zwischen den Dialekten ist großartig. Ausgezeichnet und schwungvoll dirigiert von Laszlo Gyüker.

Ein Höhepunkt ist immer Gerhard Ernst als Mr. Doolittle, er tut sich mit dem Tanzen schon schwer, aber macht das mit Charme und Präsenz mehr als wett




  • DirigentLaszlo Gyüker
  • RegieRobert Herzl
  • BühnenbildRolf Langenfass
  • KostümeRolf Langenfass
  • Choreographie nachSusanne Kirnbauer
  • Choreographie nachGerhard Senft
  • Eliza DoolittleJohanna Arrouas
  • Henry HigginsAxel Herrig
  • Oberst PickeringKurt Schreibmayer
  • Alfred P. DoolittleGerhard Ernst
  • Mrs. HigginsRegula Rosin
  • Mrs. PearceMartina Dorak
  • Freddy Eynsford-HillAlexandre Beuchat
  • Mrs. Eynsford-HillSusanne Litschauer
  • HarryJakob Semotan
  • JamieDavid Sitka
  • ButlerNicolaus Hagg
  • Mrs. Higgins' ZofeManuela Culka
  • Erster ObsthändlerChristopher Hutchinson
  • Zweiter ObsthändlerMartin Dablander
  • Dritter ObsthändlerHeinz Fitzka
  • Vierter ObsthändlerRaimund-Maria Natiesta
  • Erste ZofeKatharina Ikonomu
  • Zweite ZofeXenia Christina Constantinides
  • Erster DienerIliyan Metodiev
  • Zweiter DienerAndreas Egger
  • DienerinNora Drimba
  • BlumenmädchenKlaudia Nagy

Donnerstag, 22. Juli 2021

Die Csárdásfürstin, 18.Juli 2021, Operettenfestspiele Bad Ischl

 Es gab, was draufstand - eine köstliche Operette sehr gut gespielt und musiziert. Am besten hat mir Matthias Strömer gefallen, ein Energiebündel ohne Ende. Ursula Pfitzner sehr gut, Sehr komisch auch die beiden Alten!

Wunderbare Choreographie und Chor!


BESETZUNG

Musikalische Leitung: Laszlo Gyüker
Inszenierung: Thomas Enzinger
Bühne: Toto
Kostüme: Sven Bindseil
Choreografie: Evamaria Mayer
Lichtdesign: Sabine Wiesenbauer

IN DEN ROLLEN

Sylva Varescu, Varieté-Sängerin: Ursula Pfitzner
Edwin, ein Fürstensohn, ihr Verehrer: David Sitka
Boni/Bonifaziu, ein Graf, Kumpan Edwins: Matthias Störmer
Stasi/Anastasia, eine Comtesse, Cousine Edwins: Loes Cools
Feri, ein Adeliger, Kumpel Edwins: KS Kurt Schreibmayer
Conférencier und Eugen, Verwandter Edwins: Kurt Hexmann
Leopold Maria, Fürst von und zu Lippert-Weylersheim, Vater Edwins: KS Josef Forstner
Anhilte, seine Gemahlin: Uschi Plautz

Jedermann, 15. Juli 2021, Salzburg

Der bisher beste Jedermann, sowohl von der Regie als auch von der Besetzung.

Michi Sturminger inszenierte einen komplett neuen Jedermann. Sehr modern und doch das Stück! 

Beeindruckend Lars Eidinger in allen Facetten. Die Aufteilung der  Tischgesellschaft auf die guten Werke war eine tolle Idee, wie auch der Boxkampf mit den Schuldknecht und besonders der wortlose Abschied der Buhlschaft - >Liebe und Zurückweisung. 

Edith Clever als sanfter Tod, die Verhandlung am langen Tisch und zum Schluß die Barmherzigkeit als Pietá! 


Jedermann - Besetzung

  • Edith Clever Tod 
  • Lars Eidinger Jedermann 
  • Angela Winkler Jedermanns Mutter 
  • Anton Spieker Jedermanns guter Gesell 
  • Jörg Ratjen Ein armer Nachbar 
  • Mirco Kreibich Ein Schuldknecht / Mammon 
  • Anna Rieser Des Schuldknechts Weib
  • Verena Altenberger Buhlschaft 
  • Gustav Peter Wöhler Dicker Vetter 
  • Tino Hillebrand Dünner Vetter 
  • Ensemble Werke
  • Kathleen Morgeneyer Glaube 
  • Mavie Hörbiger Teufel 

Leading Team

  • Michael Sturminger - Regie
  • Renate Martin, Andreas Donhauser - Bühne und Kostüme