Dienstag, 12. Oktober 2021

musicAeterna Orchestra / Currentzis »Mahler: 5. Symphonie«, 11. Oktober 2021, Konzerthaus

Ich werde wohl kein Freund von Teodor Currentzis werden.

Vor der Pause ein fades Stück, allerdings vom Publikum bejubelt.  Es klang wie "bei Hänsel und Gretel im Wald".

Nach der Pause ein exaltierter fast übertriebener Mahler, der vor allem an nur ganz guten Orchestermusikern gelitten hat. Das Blech unschön fast scheppernd, das Holz auch oft schrill. 

Das Adagietto sehr fein. 

Das Publikum in Ekstase

Wir sind halt andere Orchester gewöhnt.

INTERPRETEN

musicAeterna Orchestra

Teodor CurrentzisDirigent

PROGRAMM

Alexey Retinsky

Anaphora (EA)

***

Gustav Mahler

Symphonie Nr. 5 (1901–1902)

ORF Radio-Symphonieorchester Wien / Ólafsson / Wiener Singakademie / Alsop, 8.Oktober 2021, Konzerthaus

Auch moderne Musik kann gefallen und melodiös sein. Zuerst Christoph Cechs Uraufführung, Preisträger in einem Kompositionswettbewerb nach Bernstein. Viel gute Musik und sehr schön anzuhören. Dann das Klavierkonzert von Adès mit Sigurd Olafsson. Herrlich gespielt, vor allem dann die Zugaben!!! 

Nach der Pause die eindringliche Kaddish-Symphonie von Bernstein. Die Sprechrolle wurde von Julia Stemberger sehr eindringlich gesprochen, ihr alttestamentarisches Verhandeln mit Gott kam gut herüber. Simone Schneider sang wirklich schön. Marin Alsop ausgezeichnet dirigierend. 


INTERPRETEN

ORF Radio-Symphonieorchester Wien

Víkingur ÓlafssonKlavier

Wiener Singakademie

Gumpoldskirchner SpatzenChor

Simone SchneiderSopran

Julia StembergerSprecherin

Marin AlsopDirigentin

PROGRAMM

Christoph Cech

And now the news in different languages (2021) (UA)
Preisträgerwerk des Kompositionswettbewerbs »Spheres of a Genius. Honoring Leonard Bernstein« des Jam Music Lab in Kooperation mit dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien

Thomas Adès

In seven days (2008) (EA)


Zugabe:

Johann Sebastian Bach

Triosonate Nr. 4 e-moll BWV 528 (2. Satz: Andante) (Bearbeitung für Klavier: August Stradal) (1727 ca.)

Präludium e-moll BWV 855a (Klavierbüchlein für Wilhelm Friedemann Bach) (Bearbeitung: Alexander Siloti) (1720 nach)


***

Leonard Bernstein

Symphonie Nr. 3 »Kaddish« (1961–1963)

WSO, War Requiem, 10. Oktober 2021, Musikverein

Es ist toll, dieses Werk so wunderbar interpretiert zu hören.

Orchester und Chor in Hochform, Ivor Bolton umsichtig und klar dirigierend, die Massen unter Kontrolle.

Das Kammerorchester hat Tenor und Bariton begleitet. Daniel Behle und Samuel Hasselhorn sehr schön gesungen. Mir hat Ilia Papandreou nicht so gut gefallen. Den Damen gefiel sie besonders gut .


gb

INTERPRETEN

·         Wiener Symphoniker

·         Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien

·         Wiener Sängerknaben

·         Ivor Bolton

Dirigent

·         Ilia Papandreou

Sopran

·         Daniel Behle

Tenor

·         Samuel Hasselhorn

Bariton

P  PROGRAMM

·         Benjamin Britten

War Requiem, op. 66


Sonntag, 10. Oktober 2021

L'Incoronazione di Poppea, 9. Oktober 2021, Konzerthaus

Diesmal gefiel es mir noch besser. Die Stimmen so wunderbar geführt. Keinerlei Schwachstellen.

Wieder beeindruckend Kate Lindsey und diesmal noch besser Slávka Zámecniková. Wieder waren die Duette im zweiten Teil der Höhepunkt des Abends. Besonders schön sang Szilvia Vörös ihre Arie. Eine tolle Einspringerin. Hoffentlich häufiger eingesetzt. Auch Thomas Ebenstein sang eine lyrische Arie, passt normalerweise nicht so zu ihm.



Musikalische LeitungPablo Heras-Casado
Inszenierung & BühneJan Lauwers
KostümeLemm& Barkey
LichtKen Hioco
ChoreographieJan LauwersPaul Blackman
DramaturgieElke Janssens
NeroneKate Lindsey
PoppeaSlávka Zámečníková
Ottone, früherer Gatte PoppeasXavier Sabata
Ottavia, Neros GemahlinSzilvia Vörös
SenecaWillard White
Virtù / DrusillaVera-Lotte Boecker
Nutrice / Famigliare IDaniel Jenz
ArnaltaThomas Ebenstein
Amore / VallettoIsabel Signoret
Fortuna / Damigella / Amorino IJohanna Wallroth
Pallade / VenereAurora Marthens
Lucano / Soldato I / Famigliare IIAngelo Pollak
Liberto / Soldato II / ConsoleHiroshi Amako
Littore / Tribuno / Famigliare IIIErik Van Heyningen
Amorino IIKatarina Porubanova

Freitag, 8. Oktober 2021

Death in Venice, 7. Oktober 2021, Neue Oper Wien - MQ

Die letzte Oper Brittens ist wirkmächtig und intensiv. Die Entwicklung einer Manie bis zum Tod. 

Alexander Kaimbacher, der fast die ganze Zeit auf der Bühne steht, stellt das großartig dar und singt wunderbar. Diese Monsterrolle verlangt wirklich sehr viel von ihm. Beeindruckend die Intensität bis zum Schluss. 

 Er wird dabei im wesentlichen vom "Dämon" Andreas Jankowitsch, der alle Gegenspieler darstellt, großartig gekontert. 

Das stumme 

Objekt der Begierde spielt der Tänzer Rafael Lesage ausgezeichnet. Sehr gut auch der Counter Ray Chenez. Alle Komparsen aus dem Chor sehr gut, keinerlei Ausfälle.

Das Einheitsbühnenbild mit Stegen ist sehr gut, allerdings ohne Farbe und daher etwas ermüdend. 

Dirigiert und Orchester sehr gut

Renate Wagner

Manfred A. Schmid









Alle Bilder  - Neue Oper Wien



Musikalische Leitung Walter Kobéra 
Inszenierung Christoph Zauner 
Bühne & Kostüm Christof Cremer 
Choreographie Saskia Hölbling
Klangregie Christina Bauer 
Lichtdesign Norbert Chmel 
Choreinstudierung Bernhard Jaretz

Mit: 
Gustav von Aschenbach Alexander Kaimbacher
The Traveller Andreas Jankowitsch
The Voice of Apollo Ray Chenez
Tadzio Rafael Lesage 
Jaschiu Luis Rivera Arias 
Tänzer Leonie Wahl, Ardan Hussain 
Kinder Charlotte Beerman, Lilian Davison, Idan Zamponi, Jonatan Sushon, Reoven Sushon

Solisten und Solistinnen des Wiener Kammerchors

Wiener Kammerchor

Tonkünstler-Orchester Niederösterreich


Mittwoch, 6. Oktober 2021

Christian Gerhaher - Schoeck • Schönberg • Berlioz, 3. Oktober 2021, Musikverein

Es ist immer ein Vergnügen, Christian Gerhaher zu hören, vor allem bei dieser wunderbaren Begleitung. Die beiden Stücke waren wirklich berührend und wundervoll. Wir waren alle drei gerührt und gefangen. Mit hat der Schoeck besser gefallen, den Damen der Beerlioz.

Die verklärte Nacht hervorragend gespielt

 

 

PROGRAMM

Othmar Schoeck
Notturno. Fünf Sätze für Streichquartett und eine Singstimme, op. 47


— Pause —

Arnold Schönberg
Verklärte Nacht, op. 4; Fassung für Streichsextett

Hector Berlioz
Les Nuits d’eté, op. 7 („Sommernächte“); bearbeitet für Singstimme und Streichsextett von David Matthews

 


Mittwoch, 29. September 2021

Il Barbiere di Siviglia (Der Barbier von Sevilla), 28. September 2021, Staatsoper

 Endlich eine gelungene Premiere! Musikalisch wirklich sehr gut. Der Dirigent Michele Mariotti dirigierte sehr animiert mit relativ viel Rubati und manchmal etwas langsam, aber insgesamt spielte das Orchester (nach einer Eingewöhnungsphase) wunderschön. 

Der Star war wirklich Juan Diego Florez, seine Stimme ist wirklich herrlich und komödiantisch war er ja immer schon und er genoss die vielen Blödeleien. Etienne Dupuis der Figaro sehr unterhaltsam.  Ausnehmend besonders gut Ildar Abdrazakov, Vasilisa Berzhanskaya brauchte eine Zeitlang aus Nervosität und dann sehr gut. Paolo Bordogna schön gesungen aber ein ein bisserl fad. 

Ein sehr verblödelte Inszenierung, man erkennt das Stück. Es wird von den Sängern abhängen, ob auch die Inszenierung weiter gefällt.

Musikalische Leitung Michele Mariotti

Graf Almaviva Juan Diego Flórez
Rosina Vasilisa Berzhanskaya
Figaro Etienne Dupuis
Bartolo Paolo Bordogna
Basilio Ildar Abdrazakov

Inszenierung & Bühne Herbert Fritsch
Kostüme Victoria Behr
Licht Carsten Sander
Dramaturgie Nikolaus Stenitzer
Regieassistenz Sascha Alexander Todtner 
Bühnenbildassistenz Andrej Rutar
Kostümassistenz Sebastian Helminger