Dieses Stück hat mir sehr gut gefallen. Ein Monsterwerk! Trotz Riesenbesetzung oft sehr lyrisch.
Hervorragend Philippe Jordan immer der Chef am Platz. Das Orchester spielte wieder großartig. Der Chor auch, die Frauen im ersten Teil aber manchmal etwas zu tief, die Männer wunderschön. Samir Pirgu als Faust mit warmer und sehr schöner Stimme. Manchmal musste er in der Höhe pressen. Alexander Vinogradov hat einen herrlich strömenden schwarzen Bass. Kate Aldrich hat die schönsten Momente und eigentlich eine sehr schöne Stimme. Sie sang aber nicht immer so, wie ich das mit vorstellte.
Zitat Sinkovicz:
Kate Aldrichs Mezzo wirkte dagegen recht strapaziert
und zu wenig stetig in der Ballade vom „König in Thule“. In der
melancholischen Romanze demonstrierten eher die Soli der Symphoniker,
wie man ein „Cantabile“ gegen die virtuosen Stürme setzt, die rundum
auch der Chor entfesselt: Singakademie und Staatsopern- Schule hatten
da ihre großen Viertelstunden.
Klaus Billand (Merker)
Interpreten
Wiener Symphoniker
Wiener Singakademie
Einstudierung: Heinz Ferlesch
Schülerinnen und Schüler der Opernschule der Wiener Staatsoper
Einstudierung: Johannes Mertl
Kate Aldrich, Marguerite (Mezzosopran)
Saimir Pirgu, Faust (Tenor)
Alexander Vinogradov, Méphistophélès (Bass)
, Brander (Bassbariton)
Philippe Jordan, Dirigent
Montag, 18. Februar 2019
Lucia di Lammermoor, 15. Februar 2019, Staatsoper
Zu dieser Premiere gab es viel negatives Geschrei. Manchem muss man recht geben, andere übertreiben es wiederum sehr. Wir waren in der dirtten Aufführung, die normalerweise die beste der Serie ist.
Evelino Pidò dirigierte wie von ihm gewohnt sehr gut und spannend. Juan Diego Florez ist großartig.Ich mag seine Stimme und er schafft alle Spitzentöne. Auch bringt er die Emotionen wunderbar herüber. Jongmin Park hat ein wunderbares Timbre und singt herrlic.
George Petean hat eine schöne Stimme, zu Beginn in der Höhe pressend. Ein bisserl fad als Bösewicht. Erfreulich Virginie Verrez, die ich das erste Mal gehört habe.
Olga Peretyatko wird eigentlich von fast allen verrissen. Sie hat eine relativ dünne Stimme, was aber zur Rolle passt. Technisch dürfte sie auch nicht auf der Höhe sein. Insgesamt gefiel sie mir gut. Sie ist für eine Repertoirevorstellung wunderbar geeignet, aber eine Premierenbesetzung ist sie nicht.
Die Inszenierung ist fad und daher fürs Repertoire brauchbar!
Diese kritik gefällt mir am besten!
Valentino Hribernig-Körber
| Dirigent | Evelino Pidò |
| Regie und Kostüme | Laurent Pelly |
| Bühne | Chantal Thomas |
| Licht | Duane Schuler |
| Regieassistenz | Laurie Feldman |
| Bühnenbildassistenz | Cléo Laigret |
| Enrico (Lord Henry Ashton) | George Petean |
| Lucia,seine Schwester | Olga Peretyatko |
| Edgardo (Sir Edgar Ravenswood) | Juan Diego Flórez |
| Raimondo,Erzieher Lucias | Jongmin Park |
| Arturo | Lukhanyo Moyake |
| Alisa | Virginie Verrez |
| Normanno | Leonardo Navarro |
Freitag, 15. Februar 2019
Tosca, 14. Februar 2019, Staatsoper
Es war gestern ein wirklich großer Abend.
Der Vergleich zum letzten Mal macht mich sicher! Es geht wirklich noch viel besser. Vor allem schauspielerisch war da noch viel zu holen, auch hat mir Armiliato besser als Pido gefallen
Alle drei bzw. vier Protagonisten waren in blendender Verfassung. Wie immer ist ein so wunderbarer Dirigent wie Marco Armiliato ein Garant für erstklassiges. Es war immer intensiv und spannend, in keinem Moment kam Langeweile auf. Sebst der Aufmarsch der Soldaten war im Nu vorbei. Besonders hat mich die Orchesterstelle mit dem Klarinettensolo vor der Sternenarie gefangen genommen, wunderschön
Sona Radvanovsky eine beeeindruckende Floria Tosca, wunderbare Tiefe wie kaum ein anderer Sopran, intensiv in der Darstellung,
Ich zitiere Renate Wagner (online Merker):
Dennoch – eine Tosca, die uns Neues zeigt, war schon lange nicht da. Die mordet nicht zufällig – die spielt auf dem Messer auf Scarpias Schreibtisch herum, hält es ganz bewusst hinter sich, sticht wild zu, als er triumphierend vor ihr steht – und dann noch einmal, und noch einmal in den Rücken, und als er am Boden liegt noch einmal. Viermal! Ja, da kann man auch glauben, dass er wirklich tot ist. Und ganz am Ende – da lässt sie sich dann mit ausbreiteten Armen rücklings (!!!) von der Engelburg fallen! Das übertrifft die temperamentvollen (und gar die vorsichtigen) Sprünge der Kolleginnen bei weitem… Dass die Persönlichkeit der Sondra Radvanovsky auch in Details der Rolle strahlt, sei auch noch festgehalten, damit es nicht um (wenn auch doch sehr spektakuläre!) Äußerlichkeiten geht.
Auch das Rollendebüt von Piotr Beczala ist wirklich gelungen. Er hat alles, was man für die Rolle braucht. Er wiederholte die Sternenarie, da war sie noch um einiges intensiver und schöner gesungen.
Nochmals Renate Wagner:
Gut und klug gesungen, ist dieses Cavaradossi-Debut wirklich gelungen, zumal Beczala sich auch darstellerisch eine Menge zu der Rolle ausgedacht hat. Er spielt vor allem die Empörung im 2. Akt, wenn er Scarpia gegenüber steht, sehr schön – und wenn er am Ende unter den Schüssen zusammen bricht, tut er es langsam, streckt den Arm noch nach Tosca aus, wie bedauernd, schau, ich habe dem Scarpia zu Recht nicht getraut… ein schöner, tragischer Effekt.
Auch Thomas Hampson kann es noch, manchmal merkt man ihm das Alter an, aber er ist viel grauslicher und zynischer als ich erwartet habe. Ich dachte, dass ich ihn schon mal in dieser Rolle gehört habe, aber laut meinen Aufzeichnungen doch nicht.
Und er spielt ihn als den kalten Sadisten in der Pose des großen Herren auf seine Art faszinierend (und wir haben zuletzt von den Hysterikern [Finley] bis zu den Brutalinskis [Schrott, Lucic] – einiges gesehen, und Terfels Tücke ist ja auch noch in Erinnerung). Das ist ja das eigentlich Interessante an verschiedenen Interpreten – zu sehen, was man mit einer Rolle alles machen kann, wenn man es gut macht.
Leider hat Moisiuc den Mesner gesungen. Er ist sicher der schwächste Mesner, den die Staatsoper aufbieten kann. Sowohl Bankl als vor allem auch Sramek waren da besser. Ryan Speedo Green hat sich leider zum schlechten weiterentwickelt.
Der Vergleich zum letzten Mal macht mich sicher! Es geht wirklich noch viel besser. Vor allem schauspielerisch war da noch viel zu holen, auch hat mir Armiliato besser als Pido gefallen
Alle drei bzw. vier Protagonisten waren in blendender Verfassung. Wie immer ist ein so wunderbarer Dirigent wie Marco Armiliato ein Garant für erstklassiges. Es war immer intensiv und spannend, in keinem Moment kam Langeweile auf. Sebst der Aufmarsch der Soldaten war im Nu vorbei. Besonders hat mich die Orchesterstelle mit dem Klarinettensolo vor der Sternenarie gefangen genommen, wunderschön
Sona Radvanovsky eine beeeindruckende Floria Tosca, wunderbare Tiefe wie kaum ein anderer Sopran, intensiv in der Darstellung,
Ich zitiere Renate Wagner (online Merker):
Dennoch – eine Tosca, die uns Neues zeigt, war schon lange nicht da. Die mordet nicht zufällig – die spielt auf dem Messer auf Scarpias Schreibtisch herum, hält es ganz bewusst hinter sich, sticht wild zu, als er triumphierend vor ihr steht – und dann noch einmal, und noch einmal in den Rücken, und als er am Boden liegt noch einmal. Viermal! Ja, da kann man auch glauben, dass er wirklich tot ist. Und ganz am Ende – da lässt sie sich dann mit ausbreiteten Armen rücklings (!!!) von der Engelburg fallen! Das übertrifft die temperamentvollen (und gar die vorsichtigen) Sprünge der Kolleginnen bei weitem… Dass die Persönlichkeit der Sondra Radvanovsky auch in Details der Rolle strahlt, sei auch noch festgehalten, damit es nicht um (wenn auch doch sehr spektakuläre!) Äußerlichkeiten geht.
Auch das Rollendebüt von Piotr Beczala ist wirklich gelungen. Er hat alles, was man für die Rolle braucht. Er wiederholte die Sternenarie, da war sie noch um einiges intensiver und schöner gesungen.
Nochmals Renate Wagner:
Gut und klug gesungen, ist dieses Cavaradossi-Debut wirklich gelungen, zumal Beczala sich auch darstellerisch eine Menge zu der Rolle ausgedacht hat. Er spielt vor allem die Empörung im 2. Akt, wenn er Scarpia gegenüber steht, sehr schön – und wenn er am Ende unter den Schüssen zusammen bricht, tut er es langsam, streckt den Arm noch nach Tosca aus, wie bedauernd, schau, ich habe dem Scarpia zu Recht nicht getraut… ein schöner, tragischer Effekt.
Auch Thomas Hampson kann es noch, manchmal merkt man ihm das Alter an, aber er ist viel grauslicher und zynischer als ich erwartet habe. Ich dachte, dass ich ihn schon mal in dieser Rolle gehört habe, aber laut meinen Aufzeichnungen doch nicht.
Und er spielt ihn als den kalten Sadisten in der Pose des großen Herren auf seine Art faszinierend (und wir haben zuletzt von den Hysterikern [Finley] bis zu den Brutalinskis [Schrott, Lucic] – einiges gesehen, und Terfels Tücke ist ja auch noch in Erinnerung). Das ist ja das eigentlich Interessante an verschiedenen Interpreten – zu sehen, was man mit einer Rolle alles machen kann, wenn man es gut macht.
Leider hat Moisiuc den Mesner gesungen. Er ist sicher der schwächste Mesner, den die Staatsoper aufbieten kann. Sowohl Bankl als vor allem auch Sramek waren da besser. Ryan Speedo Green hat sich leider zum schlechten weiterentwickelt.
| Dirigent | Marco Armiliato |
| Regie | Margarethe Wallmann |
| Ausstattung | Nicola Benois |
| Floria Tosca | Sondra Radvanovsky |
| Mario Cavaradossi | Piotr Beczala |
| Baron Scarpia | Thomas Hampson |
| Cesare Angelotti | Ryan Speedo Green |
| Mesner | Alexandru Moisiuc |
| Spoletta | Benedikt Kobel |
| Sciarrone | Igor Onishchenko |
| Schließer | Ayk Martirossian |
| Hirte | Kind der Opernschule |
Donnerstag, 14. Februar 2019
Trio Beethoven, 13. Februar 2019, Muth
Clemens Zeilinger gibt immer launige Einleitungen. Es macht wirklich Spaß ihm zuzzhören.
Das Clara Schumann Trio ist nett, aber nicht wirklich das gelbe vom Ei. Am schönsten noch der langsame Satz. Robert Schumanns gefiel mir besser, aber wirklich schön war dann der Brahms.
Sehr ordentlich gespielt, am besten gefiel mit der Pianist
Klavier: Clemens Zeilinger
Violine: Verena Stourzh
Violoncello: Franz Ortner
Clara Schumann: Klaviertrio in g-Moll op. 17
Robert Schumann: Klaviertrio Nr. 1 in d-Moll op. 63
Johannes Brahms: Klaviertrio in C-Dur op. 87
Montag, 11. Februar 2019
Bauer als Millionär, 8. Februar 2019, Josefstadt
Eine rundum gelungene Vorstellung. Uns hat es sehr viel Spaß´gemacht. Das Tempo hat gestimmt. Es wurde erstaunlicherweise nicht gegen das Stück inszeniert, sondern nur das Stück gebracht. Das hat allerdings genug Substanz um zu wirken. Michael Dangl war ein wunderbarer Fortunatus Wurzel. Lisa-Carolin Nemec ein herrlich überdrehtes Lottchen. Alexander Pschill ein Wirbelwind als Ajaxerle. Julia Stemberger eine fast zu zurückhaltende Zufriedenheit. Die Jugend von Theresa Dax war in rosa undhat den Abschied sehr plausibel gemacht. Das Alter von Wolfgang Hübsch sehr dezent und vornehm. Hass und Neid sind herrlich grauslich!![]() |
| Hass, Neid und ihr Handlanger: Ljubiša Lupo Grujčić, Martin Niedermair und Dominic Oley. Bild: Erich Reismann |
siehe auch
Renate Wagner (Merker)
Mottingers Meinung
| Regie | Josef E. Köpplinger |
| Bühnenbild | Walter Vogelweider |
| Kostüme | Alfred Mayerhofer |
| Musikalische Leitung & Arrangements | Jürgen Goriup |
| Choreografie | Karl Alfred Schreiner |
| Korrepetition | Belush Korenyi |
| Dramaturgie | Barbara Nowotny |
| Licht | Josef E. Köpplinger |
| Lakrimosa, eine mächtige Fee, verbannt auf ihr Wolkenschloss | Alexandra Krismer |
| Bustorius, Zauberer aus Warasdin | Patrick Seletzky |
| Ajaxerle, Lakrimosens Vetter und Magier aus Donaueschingen | Alexander Pschill |
| Zenobius, Haushofmeister und Vertrauter der Fee Lakrimosa / Afterling | Alexander Strömer |
| Die Zufriedenheit | Julia Stemberger |
| Jugend | Theresa Dax |
| Das hohe Alter | Wolfgang Hübsch |
| Der Neid | Martin Niedermair |
| Der Hass | Roman Schmelzer |
| Tophan, Kammerdiener des Hasses / Musensohn | Ljubiša Lupo Grujčić |
| Nigowitz, ein dienstbarer Geist des Hasses / Schmeichelfeld | Oliver Rosskopf |
| Fortunatus Wurzel, ehmals Waldbauer, jetzt Millionär | Michael Dangl |
| Lottchen, seine Ziehtochter | Lisa-Carolin Nemec |
| Lorenz, ehmals Kuhhirte bei Wurzel, jetzt sein erster Kammerdiener | Johannes Seilern |
| Habakuk, Bedienter | Paul Matic |
| Karl Schilf, ein armer Fischer | Tobias Reinthaller |
Besuch der alten Dame, 23. Dezember 2018, Josefstadt
Vergessen es einzutragen!
Hiermit wird es nachgetragen:
Andrea Jonasson war wirklich großartig, auch Michael König hat mir sehr gut gefallen.
Inszenierung spannend, aber als Oper hat es mir besser gefallen.
Die Reporterinnen waren nicht somprickelnd
Hiermit wird es nachgetragen:
Andrea Jonasson war wirklich großartig, auch Michael König hat mir sehr gut gefallen.
Inszenierung spannend, aber als Oper hat es mir besser gefallen.
Die Reporterinnen waren nicht somprickelnd
| Regie | Stephan Müller |
| Bühnenbild und Video | Sophie Lux |
| Kostüme | Birgit Hutter |
| Musik | Fabian Kalker |
| Dramaturgie | Barbara Nowotny |
| Licht | Pepe Starman |
| Claire Zachanassian | Andrea Jonasson |
| Ihre Gatten (VII-IX) | Lukas Spisser |
| Der Butler | Markus Kofler |
| III | Michael König |
| Seine Frau | Elfriede Schüsseleder |
| Seine Tochter | Gioia Osthoff |
| Sein Sohn / Hofbauer | Tobias Reinthaller |
| Der Bürgermeister | Siegfried Walther |
| Der Pfarrer | Johannes Seilern |
| Der Lehrer | André Pohl |
| Der Arzt | Alexander Strobele |
| Der Polizist / Helmesberger | Oliver Huether |
| Reporterin I | Martina Stilp |
| Reporterin II | Alexandra Krismer |
| Kameramann und Fotograf | Michael Würmer |
| Ein Blumenmädchen | Arwen Hollweg |
Mittwoch, 6. Februar 2019
Arabella, 5. Februar 2019, Staatsoper
Es war ein Abend der starken Persönlichkeiten. Allen voran ist wieder der Dirigent Axel Kober zu nennen. Er beschenkte uns mit einer wirklich intensiven Vorstellung. Allerdings wirklich spannend wurde es erst ab dem 2. Akt. Im ersten Akt war es noch nicht so prickelnd. Sängerisch war es sehr fein. Tomasz Konieczny ist ein wahrer Gutsherr und ein starker Mann (ich habe ihn schon zum 51. Mal gehört!!). Auch Emily Magee eine selbstbewußte Frau, sang sehr schön und rein. Erfreulich Daniel Behle als Matteo, besser als Lippert und vor allem Schade. Er hat eine klare und feine Stimme wie auch Michael Laurenz als Elemér. Chen Reiss eine feine Zdenka, helle Stimme.
Insgesamt war es auch darstellerisch wirklich gut.
siehe auch:
Schmid (Merker)
Insgesamt war es auch darstellerisch wirklich gut.
siehe auch:
Schmid (Merker)
Dirigent Axel Kober
Regie Sven-Eric Bechtolf
Bühne Rolf Glittenberg
Kostüme Marianne Glittenberg
Graf Waldner Wolfgang Bankl
Arabella Emily Magee
Zdenka Chen Reiss
Mandryka Tomasz Konieczny
Matteo Daniel Behle
Adelaide Stephanie Houtzeel
Graf Elemér Michael Laurenz
Graf Dominik Rafael Fingerlos
Graf Lamoral Peter Kellner
Fiakermilli Daniela Fally
Kartenaufschlägerin Ulrike Helzel
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